Negative US-Daten belasten
Dax schließt im Minus

Negative US-Konjunkturdaten haben die deutschen Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Der Deutsche Aktienindex Dax schloss um 2,53 Prozent tiefer bei 3606,45 Punkten.

dpa FRANKFURT/M. Am Neuen Markt gab der Nemax 50 um 1,35 Prozent auf 536,07 Zähler nach. Der MDax der 70 mittleren Werte sank um 0,71 Prozent auf 3407,92 Punkte.

Händler verwiesen auf schwache Konjunkturdaten aus den USA. Der an den Börsen stark beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager war im Juli stärker gefallen als von Analysten erwartet. Auch die US-Bauausgaben waren im Juni mit 2,2 Prozent zum Vormonat unerwartet stark gesunken.

Nach der überraschenden Gewinnwarnung und negativen Analystenurteilen fiel die Allianz-Aktie um 4,34 Prozent auf 139,00 Euro. Auch Papiere der Münchener Rück gaben um 3,32 Prozent auf 188,72 Euro nach. Anteilsscheine des Finanzdienstleisters MLP sackten um 17,07 Prozent auf 15,59 Euro und bildeten damit das Dax-Schlusslicht. Gerüchte belasteten Händlern zufolge den Dax-Titel, der angeblich von Altana ersetzt werden könnte. Zudem gebe es neue Spekulationen um angeblich unsaubere Bilanzierungen.

Nach Veröffentlichung von Halbjahreszahlen ging die Aktie der Deutschen Bank mit einem Plus von 0,91 Prozent auf 58,65 Euro aus dem Handel. Die Zahlen seien am oberen Ende der Erwartungen ausgefallen, sagten Händler. Auch HypoVereinsbank stiegen um 0,69 Prozent auf 20,49 Euro. Dagegen fielen Papiere der Commerzbank um 3,13 Prozent auf 11,14 Euro.

Bayer verbilligten sich nach Vorlage von Zahlen um 5,75 Prozent auf 23,75 Euro. Der Chemie- und Pharmakonzern verzeichnete im zweiten Quartal einen deutlichen Einbruch beim Gewinn und sieht auch für den Rest des Jahres keine Hinweise für eine deutliche Erholung.

Im Sog der schwachen technologieorientierten US-Börse Nasdaq standen auch die Technikwerte deutlich im Minus: Aktien des Chipherstellers Infineon büßten 7,88 Prozent auf 13,45 Euro ein. Siemens gaben 5,19 Prozent auf 47,88 Euro nach. Papiere des Bauelemente-Spezialisten Epcos verloren 2,99 Prozent auf 17,18 Euro.

Mobilcom-Titel verloren 14,94 Prozent auf 6,89 Euro. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hatte entschieden, dass Großaktionär France Télécom nicht zu einem Übernahmeangebot verpflichtet ist. Damit widersprach die Behörde Mobilcom-Chef Gerhard Schmid, der auf eine Übernahmeofferte pocht. "Für den Markt war das eine vollkommene Überraschung", sagte ein Händler.

Die Vorgaben aus den USA waren schwach: Der Dow Jones und der Nasdaq Composite Index sanken jeweils um mehr als 2 Prozent. Die europäischen Börsen tendierten ebenfalls im Minus. Der Index für die 50 bedeutendsten in Euro gehandelten Standardtitel, der Euro Stoxx 50, verlor 4,76 Prozent auf 2557,86 Punkte. Auch in London und Paris verloren die meisten Aktien deutlich an Wert.

Am Rentenmarkt stieg der Rex um 0,35 Prozent auf 114,15 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,4 Prozent auf 109,69 Zähler. Die Umlaufrendite wurde bei 4,55 (Mittwoch: 4,62) Prozent festgestellt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro bei 0,9760 (Mittwoch: 0,9783) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0246 (1,0222) Euro.

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