Negative Vorgaben aus den USA: Deutsche Aktien schwächer erwartet

Negative Vorgaben aus den USA
Deutsche Aktien schwächer erwartet

Schwache Vorgaben der US-Börsen dürften die deutschen Aktienwerte nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag zu einer schwächeren Eröffnung am deutschen Aktienmarkt führen.

rtr FRANKFURT. Gewinnmitnahmen hatten die Märkte in New York im späten Verlauf ins Minus gedrückt, nachdem sie sich bei Börsenschluss in Deutschland noch freundlich präsentiert hatten. "Bei uns dürfte heute wohl auch etwas Ernüchterung einsetzen", sagte ein Frankfurter Händler. Anleger würden wahrscheinlich vor allem bei den Technologiewerten Gewinne mitnehmen, prognostizierte er. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen könnten nach Einschätzung von Marktteilnehmern die im MDax notierte Douglas Anlegerinteresse auf sich ziehen. Auch Karstadt will Geschäftszahlen vorlegen.

Nach den vorbörslichen Berechnung einiger Finanzinstitute dürfte der Deutsche Aktienindex (Dax) um rund ein Prozent leichter eröffnen. Die Citibank berechnete ihn mit 5234 Punkten, nachdem er am Mittwoch bei 5288 Zählern geschlossen hatte. Die Indikationen der Deutschen Bank lagen bei 5236 Zählern, das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Index bei 5241 Punkten. Die Indikationen der Citibank für den Nemax50 lagen vor Handelsbeginn bei 1255 Punkten, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes bei 1280 Zählern aus dem Handel gegangen war. Lang & Schwarz berechnete den Nemax50 mit 1261 Punkten.

In New York war der Dow-Jones-Index um 0,56 % schwächer bei 10 094 Punkten aus dem Handel gegangen, die Nasdaq-Index hatte 0,53 % auf 2044 Zähler nachgegeben. Optimistische Ausblicke der Technologiekonzerne Cisco Systems und Oracle vom Vortag hatten die Kurse im frühen Handel noch beflügelt. Analysten sagten jedoch, dass die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung in den USA grundsätzlich in den Kursen bereits vorweggenommen worden wäre.

Unter Gewinnmitnahmen könnten nach Einschätzung einiger Händler die Titel von Vortagesfavorit SAP leiden. Die Aktien hatten am Mittwoch nach Vorlage von Geschäftszahlen mit einem Zuwachs von mehr als zwölf Prozent geschlossen. Ein anderer Börsianer verwies allerdings darauf, dass aus charttechnischer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial bis 180 ? bestehe, nachdem die Aktien eine Widerstandslinie bei 160 ? nachhaltig durchbrochen haben.

Anleger könnten sich nach Einschätzung von Marktteilnehmern auch für die Papiere der Douglas Holding interessieren, nachdem das Unternehmen im abgelaufenen Jahr seinen Umsatz im Rahmen früherer Prognosen gesteigert hatte.

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