Negative Vorgaben der US-Börsen
Europäische Börsen schwächer

Verluste bei den Telekommunikations- und Technologiewerten haben die europäischen Börsen am Dienstag überwiegend belastet. Die Schwäche der Tech-Titel führten Händler auf die negativen Vorgaben der US-Börsen am Monatg zurück. "Die Leute orientieren sich meist am größeren Bild", sagte Steven Way, Händler bei Standard Life Investments.

Reuters FRANKFURT. Auch die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag würden sich noch auf die Stimmung an den Märkten niederschlagen. Die schwachen Zahlen hatten Hoffnungen auf weitere US-Zinssenkungen geweckt. Am Dienstagmittag drehten die US-Futures indes ins Plus, was auch zu steigenden Kursen in Europa führte.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte gegen Mittag mit 0,32 % im Minus bei 4 208 Zählern, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,22 % leichter notierte bei 4 430 Punkten.

Gegen Mittag deuteten die wichtigsten US-Trendbarometer, der S&P 500-Future und der Nasdaq-Future mit 6,7 und 39 Punkten im Plus auf einen festen Start an der Wall Street hin.

Die New Yorker Aktienmärkte waren am Montag leichter aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index hatte 0,15 % schwächer bei 10 935 Zählern geschlossen. Der Technologie-Index Nasdaq Composite war 0,82 % niedriger bei 2173 Punkten aus dem Handel gegangen.

London - Knapp behauptet mit Verlusten bei BP

Die Londoner Börse präsentierte sich am Dienstagmittag knapp behauptet. Der FTSE-Index notierte 0,09 % im Minus bei 5 865 Zählern. Der Aktienkurs des Ölkonzerns BP fiel um 1,31 % auf 603 Pence, obwohl das Unternehmen zuvor erneut verbesserte Geschäftszahlen ausgewiesen hatte. Händlern zufolge könnte das Papier nach einem Dezember-Tief bei 515 Pence jetzt kurz vor einem Höchststand sein. Deutliche Verluste verzeichnete British Telecom . Der Aktienkurs verlor 5,4 % auf 566-5/8 Pence.

Zürich - Leichter mit Verlusten bei ABB

Die Schweizer Aktienwerte tendierten leichter. Der SMI-Index notierte 0,27 % im Minus bei 7 443 Zählern. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und einer gewissen Konsolidierung nach dem Anstieg vom Vortag. Dabei verlaufe das Geschäft allerdings in ruhigen Bahnen. Gesucht würden Serono, die von positiven Testergebnissen profitieren würden. Der Aktienkurs kletterte um 4,1 % auf 1 604 sfr. Roche -Titel legten um 1,09 % auf 138,50 sfr zu. Am Vortag hatte Novartis mitgeteilt, das Unternehmen habe von der BZ Bank einen Anteil von 20 % an Roche übernommen. Verluste verzeichnete dagegen das Industrieunternehmen ABB . Die Papiere fielen um 2,34 % auf 31,35 sfr.

Pariser Aktienmarkt mit Verlusten bei Technologiewerten

Die Börse in Paris präsentierte sich am Montagvormittag leichter, gezogen von Technologiewerten. Der CAC 40-Index notierte 0,32 % im Minus bei 5 480 Punkten. Nach Händleraussagen sorgte ein Feiertag für einen eher schwachen Handel. Unter den Techwerten gaben vor allem Thomson Multimedia und Alcatel ab. Thomson-Titel verloren 3,65 % auf 46,49 Euro, der Kurs von Alcatel gab um 1,05 % auf 37,61 Euro nach.

Mailand - Schwächer mit Verlusten bei Mediaset

Die italienischen Aktienwerte tendierten schwächer, was Händler auf die negativen Vorgaben von der Wall Street und aus Tokio zurückführten. Der Mib 30-Index notierte 0,99 % im Minus bei 39 719 Punkten. "Italienische und europäische Indices durchlaufen zur Zeit eine mittelfristig bärige Phase", sagte ein Analyst. Mediaset geriet unter Druck, nachdem Konkurrent Silvio Berlusconi angekündigt hatte, innerhalb der nächsten Tage nicht über den Verkauf seiner Fernsehstationen zu entscheiden. Mediaset-Titel verloren daraufhin 4,4 % auf 12,27 Euro.

Börse in Madrid gut behauptet

Die Börse in Madrid präsentierte sich gut behauptet. Der Ibex 35-Index notierte 0,19 % fester bei 9 607 Zählern. Händler sagten, der Handel sei flau und werde sich ohne nennenswerte Bewegungen an den US-Börsen auch nicht bessern. Die Internetfirma Terra Lycos konnte nach der Vorlage eines im Rahmen der Erwartungen liegenden Ergebnisses und der Ankündigung des Abbaus von Arbeitsplätzen zulegen. Der Aktienkurs kletterte um 2,97 % auf 10,05 Euro. Die Titel des Mutterkonzerns Telefonica legten um 0,64 % auf 18,83 Euro zu.

Amsterdam - Leichter mit Verlusten bei Versatel

Die niederländischen Aktienwerte tendierten leichter, gezogen von Technologie- und Finanzwerten. Der AEX-Index notierte 0,57 % leichter bei 579 Zählern. Deutlich abgeben musste das Datenkommunikationsunternehmen Versatel, die Titel fielen um 2,86 % auf 6,45 Euro. Zuvor hatte das Unternehmen einen Quartalsverlust ausgewiesen, der leicht über den Erwartungen der Analysten lag. Der Elektronikkonzern Philips geriet ebenfalls unter Druck, der Aktienkurs fiel um 1,72 % auf 35,33 Euro.

Wien - Knapp behauptet bei ruhigem Handel

Der Handel an der Wiener Börse verlief am Dienstagvormittag ruhig. Der ATX-Index notierte knapp behauptet mit einem Minus von 0,16 % bei 1 185 Zählern. "Es ist absolut nichts los", sagte ein Börsianer, der auch nicht mit einer baldigen Belebung des Marktes rechnete. Der Aktienkurs der Ersten Bank fiel um 2,33 % auf 58,60 Euro. Der Finanzdienstleister wird am Freitag seine Quartalszahlen veröffentlichen. Die Titel des Sportartikel-Herstellers Head kletterten um 2,81 % auf 4,75 Euro.

Brüssel - Unverändert mit Bewegung bei Finanzwerten

Die belgischen Aktienwerte tendierten nahezu unverändert mit volatilen Bewegungen bei den Finanzwerten in Erwartung ihrer Quartalszahlen. "Das ist eine wichtige Woche für die Finanzwerte", sagte ein Händler. "Wir sollten eine Ahnung erhalten, wie es um die europäischen Finanzinstitute steht." Der Kurs von Indexschwergewicht Fortis gewann bis zum Mittag 0,4 % auf 27,54 Euro. Die Papiere des Finanzdienstleisters Dexia gaben dagegen um 0,45 % nach auf 177,5 Euro.

Stockholm - Schwach durch Telekomwerte

Die Stockholmer Börse präsentierte sich am Dienstag schwach mit Verlusten bei den Telekomwerten. Der OMX-Index notierte am Mittag 1,23 % schwächer bei 921,21 Zählern. Der Kurs des Mobilfunkunternehmens Ericsson gab um 3,76 % auf 64 skr nach. Auch Telekombetreiber Telia geriet unter Druck, die Papiere verloren 2,26 % auf 65 skr. Das Internetberatungsunternehmen Framfab verzeichnete einen Kursverlust von 13,5 % auf 1,34 skr.

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