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Negativer Wochenstart

Nach freundlicher Handelseröffnung tendieren beide Indizes im Minus. Während der Dow Jones Index zeitweise deutlich in der Gewinnzone pendelte, drehte der Nasdaq Composite unmittelbar nach Handelsbeginn ins Minus. Schnell wurde deutlich, dass auch das neue Quartal keine Wende verspricht. Gleich zu Beginn veröffentlichten weitere Unternehmen Gewinnwarnungen und Stellenkürzungen. Experten gehen zudem von weiteren Negativmeldungen aus.

Neben dem Chemiesektor zeigt sich heute der Computerbereich freundlich. Microsoft bewahrt wieder einmal beide Indizes vor höheren Verlusten. Im Dow Jones Index verhindern vor allem Coca Cola, United Technologies, und DuPont ein größeres Minus, während Oracle, PeopleSoft und i2 Technologies den Nasdaq Composite erfreuen.

Experten rechnen mit 200 bis 250 weiteren Gewinnwarnungen bis die Unternehmen ihre endgültigen Ergebnisse veröffentlichen, so die Umfrageergebnisse von Thomson Financial/ First Call. Zusammen mit den bisherigen 1200 bis 1400 Gewinnwarnungen wäre diese Gewinnwarnungssaison damit die schlimmste seit fünf Jahren. Dies wirkte sich auch negativ auf die Entwicklung der Indizes aus. Der Nasdaq Composite musste im vergangenen Quartal die höchsten Verluste seiner Geschichte hinnehmen. Analysten rechnen nicht mit einer schnellen Kurserholungen. Die Unternehmen müssten erst einmal ihre Gewinnsituation verbessern, bevor die Kurse wieder in die Höhe schießen könnten, so die Analysten.

Positiv waren die Zahlen des NAPM-Fertigungsindexes, der im März mit 43,1 über den Erwartungen der Analysten lag. Im Vormonat lag er bei 41,9. Zwar zeigt eine Zahl unter 50 Punkte einen Tätigkeitsrückgang, doch zeigt der Anstieg im Vergleich zum Vormonat, dass Aufträge und Produktion der verarbeitenden Branche wieder angezogen haben. Investoren hoffen nun, dass sich der Nachfragerückgang der verarbeitenden Industrie nachhaltig erholt.

Von dieser Hoffnung getrieben präsentiert sich die Chemiebranche trotz schlechter Nachrichten aus dem Hause DuPont positiv. Das Chemieunternehmen wird 4000 Stellen streichen und damit seine Belegschaft um vier Prozent reduzieren. Damit sollen bis zum Jahr 2002 400 Millionen Dollar eingespart werden. DuPont notiert über drei Prozent im Plus. Auch die Konkurrenten Dow Chemical, Imperial Chemical Industries und PPG Industries befinden sich in der Gewinnzone.

American Express kann sich den Folgen der am Morgen veröffentlichten Gewinnwarnung nicht entziehen. Nachdem das Kreditkartenunternehmen seine Erwartungen für das erste Quartal deutlich korrigierte, fiel der Kurs über fünf Prozent ins Minus. Die Finanzinstitute Citigroup, Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase lassen sich von dieser Entwicklung nicht beeinflussen und notieren im Plus.

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