Nemax 50 legt deutlich zu
Entertainment-Titel sorgen am Neuen Markt für gute Laune

Am Wachstumssegment scheint sich die Stimmung langsam, aber sicher zu bessern. Auch dank einer zeitweise freundlichen Entwicklung der amerikanischen Technologiewerte schloss der Nemax am Dienstag knapp 2,1 % fester bei 1 787 Zählern, der Nemax 50 legte sogar um 3,7 % auf 1 688 Punkte zu.

FRANKFURT/M. Zu den größten Gewinnern zählten die für viele Analysten zu den Favoriten zählenden Papiere von Senator Entertainment , Internationalmedia und Splendid Medien . Senator kletterten um 24 % auf 7,38 Euro, Splendid legten um 33,5 % auf 7,28 Euro zu. Internationalmedia verteuerten sich um fast 11 % auf 25,31 Euro, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass es sich gemeinsam mit dem internationalen Filmfonds IMF die Vertriebsrechte für den zweiten Teil des Kinoerfolgs "Der mit dem Wolf tanzt" gesichert habe.

Nicht mit dem Wolf, sondern mit dem Bär tanzten indes die Papiere des Entertainment-Spezialisten Fame Film and Musik Entertainment AG. Nachdem das Unternehmen es immer noch nicht geschafft hat, einen testierten Jahresabschluss für 2000 vorzulegen, musste es jetzt auch noch das Ausscheiden des Vorstandsmitgliedes Thomas Häberle bekannt geben. Häberle, der für den gemessen am Umsatz bei Weitem bedeutendsten Geschäftsbereich Filmproduktion zuständig war, und seine Familie halten rund 10 % der Unternehmensanteile. Eine Fame-Sprecherin erklärte, dass die mit der Konsortialbank HSBC Trinkaus vereinbarte Haltefrist für diese Aktien bis zum 28. Februar 2002 auch nach Häberles Rücktritt gelte. Als Grund für sein Ausscheiden nannte sie Differenzen über die künftige Entwicklung des Geschäftsbereichs. Der Aktienmarkt wertete die Nachricht offenbar als neues Verkaufsignal: Fame gaben um knapp 4



% auf 2,02 Euro nach. Zu Jahresbeginn hatten die im vergangenen August für 10 Euro ausgegebenen Aktien immerhin noch mehr als 5 Euro gekostet.

Zu den eher unrühmlichen Neuemissionen des vergangenen Jahres zählt auch die des TV-Produzenten MME Me, Myself & Eye AG . Obwohl das Unternehmen, das bereits mit "Girlscamp" einen Quotenflopp produzierte, einräumte, dass der Privatsender Vox im Juni sein Musikquiz "Hast Du Töne?" mangels Zuschauern einstellen wird, kletterte der Kurs um beachtliche 8,5 %. Mit 1,66 Euro liegt der MME-Kurs jedoch immer noch weit unter dem Ausgabepreis von 7 Euro. Nur wenig besser ist die Kursentwicklung bei dem dank TV-Zugpferd Stefan Raab zumindest bei den Zuschauern erfolgreicheren Konkurrenten Brainpool AG. Der Aktienkurs der Gesellschaft, die für die "Wochenshow" und "TV Total" verantwortlich zeichnet, hat sich im Vergleich zum ersten Börsenpreis um mehr als 70 % verbilligt.

Allerdings war Brainpool bereits 1999 und damit noch zu den euphorischen Zeiten des Wachstumssegments an die Börse gegangen. Anleger hatten am ersten Handelstag einen Zeichnungsgewinn von mehr als 300 % einstreichen können. Inzwischen backt jedoch auch Brainpool kleinere Brötchen: Gestern legte der Kurs um 6,3 % auf 5,76 Euro zu.

Die auf die Unterhaltung der Kleinen fokussierten Produktionsfirmen TV Loonland und RTV Family gehörten ebenfalls zu den Gewinnern: RTV stiegen um 17,3



% auf 2,64 Euro, TV Loonland kletterten um 4,4 % auf 28,20 Euro.

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