Nemax 50 legt über zwei Prozent zu
Neue Markt-Anleger feiern nicht nur Adva-Zahlen

Die Liste einstiger Börsenlieblinge, die einen jähen Absturz erlebten, ist lang: EM.TV und Kinowelt, Intershop und Heyde sind nur einige prominente Namen daraus. Ein Liebling der Anleger, Analysten und Börsenmagazine war lange Zeit auch die Münchener Adva Optical Networking AG. Nachdem jedoch die Verluste im vergangenen Jahr deutlich höher ausfielen als erwartet, verstießen viele Anleger auch diesen Wert.

FRANKFURT/M. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55 % auf 42,7 Mill. Euro, allerdings wurde dabei ein Verlust von 6,2 Mill. Euro eingefahren. Im ersten Halbjahr 2000 stand an dieser Stelle noch ein Gewinn von 0,8 Mill. Euro. Dass die Adva-Aktie trotzdem um 23 % auf 3,96 Euro stieg, lag daran, dass Analysten mit einem noch höheren Verlust gerechnet hatten. Zu Gute kam ihr auch, dass der Gesamtmarkt am Nachmittag deutlich ins Plus drehte. Die Produktivitätszahlen in den USA, fielen besser aus als erwartet und sorgten deshalb für einen Hauch von Optimismus. Am Ende hatte der Nemax 0,92 % auf 1 232 Punkte zugelegt. Der Nemax 50 legte sogar um 2,12 % auf 1 194 Punkte zu.

Ob das Halbjahresergebnis von Adva aber tatsächlich ein Erfolg war, wird sich am Jahresende zeigen. Dann nämlich soll ein Umsatz von 110 bis 120 Mill. Euro bei einem ausgeglichenen Ergebnis unter dem Strich herauskommen. Eine Prognose, die Adva-Finanzvorstand Andreas Rutsch gestern bekräftigte. Diese Zahlen halten beispielsweise die Analysten von SES Research jedoch für nicht mehr realistisch.

FJA erweist sich erneut als verlässlicher Partner

Seine Prognosen für das laufende Jahr bestätigte gestern auch die Münchener FJA AG . Der Software-Spezialist für die Versicherungsbranche setzt dabei vor allem auf die Rentenreform, die für weitere Zuwächse sorgen soll. Mit den Halbjahreszahlen lag FJA bereits im Plan. Der Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36 % auf 53,2 Mill. Euro gesteigert, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 31 % auf 8,2 Mill. Euro. Zwar konnte die FJA-Aktie nach dieser Meldung gestern lediglich um 1,5 % auf 60,89 Euro zulegen. Wer sich allerdings deren Entwicklung seit dem Börsengang im Februar 2000 betrachtet, wird feststellen, dass sich dieses Papier für den Anleger stets als verlässlicher Partner präsentiert hat. Der schwere Kurseinbruch am Neuen Markt ging an ihm spurlos vorüber.

Im Plan, wenn auch am unteren Ende der Erwartungen, lag auch Pfeiffer Vacuum im ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr befürchtet der Hersteller von Vakuumpumpen, Messgeräten und Vakuumsystemen jedoch, dass wegen der Flaute am Halbleitermarkt die bisher gemachten Prognosen nicht ganz erreicht werden können. Umsatz und Ergebnis könnten demnach nur knapp über den Zahlen von 2000 liegen, als 184,7 Mill. Euro erwirtschaftet wurden und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 35,5 Mill. Euro in den Büchern stand. Dass die Anleger von dieser Meldung nicht begeistert waren, ist verständlich. Entsprechend stagnierte auch die Aktie bei 36,80 Euro.

Tomorrow-Aktie setzt ihren Höhenflug fort

Deutlich im Aufwind befindet sich hingegen weiter Tomorrow Internet. Deren Aktie hatte schon in der Vorwoche kräftig zugelegt, als Bausparkasse Schwäbisch Hall bei ihrer Immobilien-Tochter Bellevue einstieg. Gestern meldete das Unternehmen nicht nur eine Kooperation mit T-Mobil, sondern auch, dass es sämtliche Online-Vermarktungsaufträge der 1000world.media AG übernommen habe. Die sollen ein siebenstelliges Erlöspotenzial in DM eröffnen. Die Aktie, Anfang August noch unter 3 Euro notiert, stieg gestern um 16,2 % auf 4,87 Euro.

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