Nemax 50 nimmt die 1 300-Punkte-Marke
Schwergewichte sorgen für Kursgewinne am Neuen Markt

Der Neue Markt setzt seinen Gipfelsturm ungebrochen fort. Zum Wochenauftakt verbuchte der Nemax ein Kursplus von 5,9 % auf 1 240 Zähler. Besser noch erging es dem Nemax 50, der 6,4 % auf 1 323 Zähler zulegte. Unterstützt wurde die feste Tendenz von der freundlichen Entwicklung der an der New Yorker Nasdaq notierten amerikanischen Technologiewerte, die zum Handelsschluss in Frankfurt im Schnitt um 0,6 % im Plus lagen.

FRANKFURT/M. Zu dem Anstieg des Auswahlindizes trug die Aktie des deutsch-amerikanischen Technologieunternehmens SCM Microsystems ein ordentliches Schärflein bei. Das Unternehmen brüstete sich mit einem Auftrag der US-Armee. SCM werde Geräte zur Personenidentifizierung für den Zugang zu Gebäuden sowie zum Netzwerk liefern. Bislang seien 50 000 Lesegeräte ausgeliefert worden. Die Anleger, nach dem Ausverkauf an den Aktienmärkten mit viel Bargeld ausgestattet, honorierten dies mit einem Kursanstieg von über 33 % auf 12,69 Euro.

Wo keine Nachrichten vorlagen, halfen findige Internet-Zocker ein bisschen nach: Die Aktie der Stuttgarter Dino Entertainment AG erlebte auf diese Weise ein wahres Kursfeuerwerk. Der Titel, der am 30. November vom Kurszettel des Neuen Marktes verschwinden wird, profitierte offenbar von einer angeregten Diskussion in den Foren der Onlinebroker. Obwohl die dort propagierte Nachricht von der geplanten Vermarktung von Merchandising-Produkten zum Start der Harry-Potter-Verfilmung nach Einschätzung des Unternehmens weder neu noch bedeutend für die mittelfristige Geschäftsentwicklung ist, legte der Kurs um 64 % auf 6,25 Euro zu.

Deutlich im Plus auch die Bertelsmann-Tochter Pixelpark: Der Kurs der Multimediafirma, die heute über das dritte Quartal berichten wird, legte 9,6 % auf 9,10 Euro zu. Die Aktien der bereits profitablen Konkurrentin GFT aus dem Schwarzwald verteuerten sich sogar um über 18 % auf 7,28 Euro.

Wenig gefragt war dagegen die Aktie der Darmstädter MIS AG. Das Softwareunternehmen ist im dritten Quartal operativ zurück in die roten Zahlen gerutscht, hält jedoch daran fest, im Gesamtjahr trotz eines geringeren Wachstums ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Die Anleger überzeugte dies offenbar nicht: Der Aktienkurs rutschte um 9 % auf 8 Euro. Auf der Abschussliste vieler Anleger stand auch die Aktie des Online-Brokers Consors. Die Papiere der einstigen Schmidtbank-Tochter verbilligten sich um über 5 % auf 11,89 Euro. Auch die Spekulationen über einen baldigen Verkauf an Charles Schwab oder einen anderen ausländischen Investor verliehen dem Kurs keinen Auftrieb. Profitieren konnte allerdings die Consors-Konkurrentin Comdirect, die um gut 13 % zulegte: Sie könne den Kundenstamm von Consors übernehmen, hieß es.

Die Aktie der von der Insolvenz bedrohten Biodata AG legte zeitweise deutlich zu, ging dann aber unverändert zu 0,67 Euro aus dem Geschäft.

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