Nemax 50 zeitweise unter 1 300 Punkten
Wachstumswerte stürzen auf neue Tiefststände

Auf ihrem Weg zu neuen Tiefstständen liessen die Wachstumswerte am Neuen Markt am Dienstag viele Marken hinter sich, die Analysten als Unterstützungslinien gesehen hatten.

dpa-afx FRANKFURT. Der Nemax 50 erreichte ein Rekordtief bei 1 279,70 Punkten. Zwischenzeitlich verbuchte der Index einen Tagesverlust von 10 %. Bis zum Schlussgong erholte sich der Nemax 50 wieder auf 1 309,70 Zähler gleich 8,7 % unter dem Vortagesschluss. Der Nemax All-Share erlebte mit 1 485,46 Zählern ebenfalls ein Rekordtief. Zuletzt hievte sich der Gesamtmarkt wieder auf 1 494,63 Punkte, 7,21 % unterhalb des Montagskurses.

Die Vorgaben aus den USA waren denkbar schlecht gewesen. Die Technologiewerte an der Weltleitbörse in New York hatte ebenfalls eine Serie von Tiefstständen marktiert, angeheizt von Gewinnwarnungen einiger Unternehmen. Der Nasdaq Composite büßte bis 20 Uhr 5,26 % auf 1 689,14 Zähler ein.

Größter Verlierer im Nemax war das US-Unternehmen Broadvision . Nach enttäuschenden vorläufigen Zahlen für das erste Quartal kündigte Broadvision zudem Entlassungen an. Die Aktie verlor 36,31 % auf 3,49 ?. Phasenweise rutschte der Wert gar auf 3,47 ? ab - auch dies ein neues 52-Wochen-Tief.

Auch Titel mit positiven Nachrichten gerieten in den Sog der Kursverluste. Für Pfeiffer Vacuum prognosizierte die Landesbank Baden-Württemberg steil ansteigende Gewinne. Der Gewinn pro Aktie soll von 2,24 ? in 2000 auf 2,87 ? im Jahr 2001 steigen. Für 2002 soll der Gewinn pro Aktie auf 3,18 ? klettern. Dennoch gab die Aktie 8,89 % auf 37,90 ? ab.

Die Auswahl von Nokia als Netzwerklieferant für die UMTS-Infrastruktur von Mobilcom wurde vom Markt positiv aufgenommen. Der norddeutsche Telekom-Titel gab mit 3,53 % auf 15,05 ? deutlich weniger ab als der Index. Laut dem Vertrag soll der erste Teil des Ausbaus der UMTS-Infrastruktur bis Ende 2003 abgeschlossen sein und 1,4 Mrd. ? kosten. Das finnische Unternehmen sei in der Entwicklung von Geräten der dritten Generation am Weitesten fortgeschritten und biete Mobilcom daher eine gute Hardware-Basis für einen raschen UMTS-Start, hieß es am Markt.

Aktien der Consors Discount Broker AG notierten mit 27,69 ? um 2,33 %, nachdem Merck Finck & Co haben ihr "Halten-Votum" für den Titel erneuert hatte. Die Gerüchte, wonach die Allianz die Online-Bank übernehmen wolle, hätten den Kurs am Montag nach oben getrieben. Nach Meinung der Bank sei ein solcher Kauf sinnvoll, da Consors die Direktbank-Tochter der Dresnder Bank Advance-Bank verstärken könnte, hieß es am Markt.

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