Nemax-All-Share zeitweise über der 1000-Punkte-Marke
Indizes am Neuen Markt verteidigen erreichtes Niveau

Trotz einer anhaltend labilen allgemeinen Börsentendenz zeigt sich der Neue Markt zurzeit stabil. Zum Wochenauftakt konnten die Kurse im Durchschnitt wieder zulegen. Der Auswahlindex Nemax 50 hält sich tapfer im vierstelligen Bereich, der Nemax-All-Share pendelt um die 1000er Marke.

HB FRANKFURT/M. Die Marktexperten werden wieder optimistischer. Mehr und mehr setzt sich bei Umfragen das Bild durch, dass der Neue Markt auf mittlere Sicht vor einer Erholung steht. So sehen die Analysten von Consors den Nemax 50 zum Jahresende bereits wieder bei 1400 Punkten. Zwischenzeitliche Rückschläge werden jedoch nicht ausgeschlossen. In der Charttheorie spricht man von einer "W-Formation", das heißt die Verlaufskurve müsste erst einen zweiten Tiefpunkt bilden, bevor der Markt in eine stabile Aufwärtsbewegung drehen kann. Momentan bewegen sich die Kurse allerdings eher seitwärts. Der Nemax stieg um 2,2 % auf 999 Punkte, der Nemax 50 legte 2,8 % auf 1026 Punkte zu.

Auffällig war der hohe Verlust von Wapme, einem Software-Anbieter, der Lösungen für die Schnittstelle zwischen Internet und Mobilfunk entwickelt. Das Papier war von Ende August bis Mitte September von 3,20 Euro auf mehr als 22 Euro gestiegen. Nun näherte es sich mit einem Verlust von 58 % auf 4,60 Euro dem Startniveau wieder an. Die Spekulationsblase, die auf Gerüchten über ein bevorstehendes öffentliches Übernahmeangebot basierte, ist geplatzt. Auch der Vorstand wies noch einmal darauf hin, dass es keine Verhandlungen gebe. Dass Wapme auf der Suche nach einem Partner ist, sich sogar gegen eine Übernahme nicht sperren würde, ist bereits bekannt.

Soweit ist es beim bayerischen IT-Dienstleisters DCI Database noch nicht. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben noch einen Liquiditätsbestand von 18,7 Mill. Euro. Bei anhaltenden Verlusten reicht dies aber nicht einmal mehr für ein Jahr. In den ersten drei Quartalen hat DCI einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 39,8 Mill. Euro nach 11,9 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum gemeldet. Dafür seien hauptsächlich einmalige, nicht-liquiditätswirksame Sonderabschreibungen von 21,9 Mill. Euro verantwortlich, hieß es. Der Umsatz war von 7,3 auf 11,5 Mill. Euro gestiegen. Die Aktie verlor daraufhin leicht auf 3,05 Euro.

Abgebremst wurde der Aufwärtstrend bei Ceotronics . Zum Wochenauftakt gaben die Papiere um 2 % auf 7,25 Euro nach. Der Hersteller von Kommunikationssystemen hatte für Juni bis August einen um 15 % auf 2,4 Mill. Euro gestiegenen Umsatz und ein leicht auf 0,6 Mill. Euro gesunkenen operativen Verlust gemeldet. Eine schlüssige Begründung gab es auch für das Kursplus von 8 % bei W.O.M. Die Firma hat die US-Zulassung für ihren medizinischen Laser U100 erhalten.

Zum Tagesgewinner entwickelte sich zum Börsenende TelesensKSCL (+ 54 %). Der Experte für Abrechnungen im Telekommunikationsbereich hatte gemeldet, dass ihm nach Gesprächen mit Gläubigern und Investoren 15 Mill. Euro zufließen werden. Außerdem bestünden Kreditlinien über 30 Mill. Euro. Die Liquidität sei bis zum Erreichen eines positiven Cash-Flows gesichert.

Im Nemax 50 ging es vor allem mit Carrier 1 (+ 27 %) weiter aufwärts. Auch Biotechnologie, wie beispielsweise Morphosys (+ 29 %) und Finanzdienstleister wie Comdirect (+ 13 %) waren weiter gefragt.

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