Nemax kräftig im Minus
Deutsche Börsen halbieren Tagesverluste

Die deutschen Börsen haben den ersten Handelstag nach Ostern nach einer kräftigen Talfahrt dank überraschend freundlicher Vorgaben von der Wall Street noch mit einem halbwegs versöhnlichen Ergebnis beendet. Zwar schlossen Deutscher Aktienindex (Dax) mit den Standardwerten und Nemax 50 mit den Wachstumswerten am Dienstag im Minus, doch immerhin konnten sie ihre bis zum Mittag erlittenen Verluste in etwa halbieren.

ddp/vwd FRANKFURT. Der Dax ging schließlich nach Einbußen von 1,11 Prozent mit 5.935,58 Zählern und der Nemax 50 nach einer erheblich stärkeren Abgabe von 4,11 Prozent mit 1 494,45 Punkten aus dem Handel. Der M-Dax mit den Nebenwerten schlug sich deutlich besser und verbuchte ein Minus von nur 0,18 Prozent auf 4 544,34 Punkte. Der Dow Jones wies gegen 20.10 Uhr 10.130,58 Zähler (-0,28 Prozent) und die Nasdaq 1 914,60 Punkte (+0,26 Prozent) aus.

Analysten und Händler sahen die Ursache für die wieder schwächeren deutschen Börsen in den unbefriedigenden Vorgaben der US-Technologiewerte. Cisco und Intel hatten negative Nachrichten veröffentlicht, Philips und Ericsson in Europa zogen nach. Als Folge führten Siemens die Verliererliste an und mit Deutscher Telekom sowie Epcos reihten sich zwei weitere Technologietitel unter die vier Werte mit der schlechtesten Tagesperformance ein. In diese Phalanx drangen lediglich Münchener Rück ein, die unter Verkaufaufträgen eines britischen Großanlegers litten und sich um 3,49 Prozent auf 319,45 Euro verbilligten. Siemens gaben 4,76 Prozent auf 120,00 Euro ab. Angesichts der negativen Stimmung im Technologiebereich schichteten zahlreiche Anleger in Pharma und Chemie um, wovon vor allem Schering und und Henkel profitierten. Sie verteuerten sich um 2,47 Prozent auf 57,25 Euro und 2,06 Prozent auf 70,38 Euro. Noch besser schlugen sich nur EO.N mit einem Plus von 3,26 Prozent auf 57,57 Euro, nachdem Gerüchte über eine Fortsetzung der Einkaufstour aufgetaucht waren.

Comroad-Aktie stürzt ab

Im Nemax 50 setzten Comroad ihren Sturzflug fort. Der Telematik-Anbieter brach auf Grund der bereits vor Ostern umgehenden Gerüchte über unsaubere Geschäftsbeziehungen und die mögliche Konkurrenz solcher Unternehmen wie BMW um 32,4 Prozent auf 10,65 Euro ein. Dagegen gewann der Internet-Dienstleister Pixelpark nach einer Achterbahnfahrt nachrichtenlos kräftig dazu. Am Vormittag auf Grund von Gewinnmitnahmen noch mit zehn Prozent im Minus, ging die Aktie mit einem stolzen Plus von 30,6 Prozent auf 13,01Euro aus dem Handel.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 0,8791 US-Dollar fest. Im Vergleich zur D-Mark verteuerte sich die amerikanische Währung damit von 2,2102 auf 2,2248 Mark. An den Devisenmärkten kostete der Euro gegen 20.10 Uhr 0,8801 US-Dollar. Das waren 0,95 weniger als am Donnerstag vor Ostern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%