Nervenzusammenbruch vor der Tat
Verschuldeter Angestellte tötet neun Menschen im Libanon

Der Mann, der am Mittwoch spät zur Arbeit erschienen war, hatte zuvor im Büro des Bildungsministeriums erfahren, das sein Antrag auf ein Darlehen in Höhe von umgerechnet fast 12 970 Euro abgelehnt worden war.

HB BEIRUT. Ein hoch verschuldeter Angestellter hat in Beirut in einem Büro neun Menschen erschossen, weil ihm ein Darlehen verweigert wurde. Acht Menschen starben nach Behördenangaben als der Bürobote das Feuer mit einem Schnellfeuergewehr eröffnete. Ein Verletzter starb einige Stunden nach der Tat im Krankenhaus. Mindestens fünf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt.

Nachdem er von der Ablehung des Darlehens erfahren hatte sei er wutentbrannt in zwei andere Räume gestürmt. Er habe seine Kollegen auf einen Balkon gedrängt und kurz darauf das Feuer auf sie eröffnet, erklärte Bildungsminister Abdel Rahim Mrad in Beirut. Ein Augenzeuge sagte dazu: "Ich glaube, er wollte sie als Geiseln nehmen, aber als die Polizei kam, ist er durchgedreht." Die Polizei nahm den Mann fest. Er soll vor der Tat einen Nervenzusammenbruch erlitten haben und hoch verschuldet gewesen sein. Einen Kredit zu bekommen, sei seine letzte Hoffnung gewesen, hieß es nach Medienberichten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%