Nervöser Handel nach Kriegsbeginn: Euro pendelt um 1,06 Dollar

Nervöser Handel nach Kriegsbeginn
Euro pendelt um 1,06 Dollar

Der Irak-Krieg hat den Kurs des Euro nicht nachhaltig geschwächt. Mit Kriegsbeginn ist es an den Devisenmärkten aber zeitweise zu kräftigen Kursausschlägen gekommen.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Zwischenzeitlich näherte sich der Euro sogar der Marke von 1,05 US- Dollar. Bis zum Nachmittag erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung aber wieder und notierte bei 1,0660 Dollar. Die europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0592 (Mittwoch: 1,0570) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9441 (0,9461) Euro.

Für die Devisenexpertin Alexandra Bechtel von der Commerzbank ist der Handel von großer Unsicherheit geprägt. "Die Umsätze sind gering, die Leute halten sich einfach zurück", sagte sie. Für die kommenden Handelstage zeigte sich Bechtel aber optimistisch: "Der Haupteinbruch beim Eurokurs liegt hinter uns".

Nach dem Ende des Irakkriegs rechnet Bechtel mit einem weiter steigenden Euro. Auch wenn die USA am Persischen Golf einen schnellen Sieg erringen werden, gebe es nach wie vor "starke Risiken für die US-Konjunktur". Auch ohne die Kriegskosten rechnete die Commerzbankexpertin im laufenden Jahr mit einem US-Haushaltsdefizit von rund 300 Mrd. Dollar. Für eine Kriegsdauer zwischen 30 und 60 Tagen geht die Commerzbank von Kriegskosten zwischen 44 und 60 Mrd. Dollar aus. Das könne auch die US-Währung belasten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6770 (0,6787) britische Pfund, 127,47 (126,08) japanische Yen und 1,4714 (1,4713) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 335,80 (335,80) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 165 (10 255) Euro.

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