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Nestle hält nach enttäuschendem ersten Halbjahr an 2004-Ausblick fest

Nach schlechter als erwarteten Zahlen für das erste Halbjahr zeigt sich der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller Nestle dennoch optimistisch und bestätigt seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Das Unternehmen hatte in den ersten sechs Monaten zwar Umsatz, Gewinn vor Firmenabschreibungen (Ebita) und Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, aber die Schätzungen der Analysten verfehlt.

dpa-afx VEVEY. Nach schlechter als erwarteten Zahlen für das erste Halbjahr zeigt sich der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller Nestle dennoch optimistisch und bestätigt seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Das Unternehmen hatte in den ersten sechs Monaten zwar Umsatz, Gewinn vor Firmenabschreibungen (Ebita) und Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, aber die Schätzungen der Analysten verfehlt.

Die Nestle halte an ihrem Ziel fest, organisch um fünf bis 6 % im Gesamtjahr zu wachsen, meldete die Schweizer Gesellschaft am Mittwoch in Vevey. Zudem geht der Lebensmittelkonzern von einer höheren Ebita-Marge in konstanten Wechselkursen sowie einem verbesserten Cashflow aus.

"Wir erwarten eine Beschleunigung des internen Realwachstums in der zweiten Jahreshälfte", sagte Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe. Das geschäftliche Umfeld in Asien, Ozeanien und Afrika sowie Lateinamerika habe sich verbessert. Zudem erwartet Nestle für Nordamerika eine positivere Stimmung. Dagegen bleibe Westeuropa ein Markt mit großen Herausforderungen, selbst ohne schlechtes Wetter.

Die Nestle-Aktie verbilligte sich am Mittag um 4,94 % auf 298,50 Franken. Der Schweizer Leitindex SMI fiel gleichzeitig um 1,03 % auf 5 316,20 Punkte. Alle wichtigen Kennzahlen hätten unter den Prognosen gelegen, sagten Börsianer. Zudem habe Nestle auch die eigene Zielgröße von fünf bis 6 % organisches Wachstum verfehlt. Die Ebita-Marge habe sich ebenfalls entgegen den Erwartungen verschlechtert.

Halbjahres-Zahlen

Im abgelaufenen ersten Halbjahr wuchs Nestle nach eigenen Angaben organisch um 4,6 %. Dieses Plus umfasse ein internes Realwachstum von 2,8 % sowie Preisanpassungen von 1,8 %. Damit verfehlte Nestle beim internen Realwachstum Analysten-Schätzungen, die im Schnitt von 3,4 % ausgegangen waren.

Von Januar bis Juni hatten hohe Rohstoffkosten, schlechte Wetterbedingungen und ein schwacher Konsum in Westeuropa auf die Ergebnisse gedrückt. Der Reingewinn erhöhte sich in dem Zeitraum von 2,780 Mrd. auf 2,838 Mrd. Schweizer Franken. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) stieg von 5,05 Mrd. auf 5,122 Mrd. Franken. Sowohl Gewinn als auch Ebita lagen deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz mit 42,454 Mrd. Schweizer nach 41,437 Mrd. Franken im Vorjahreszeitraum lag am unteren Rand der Prognosen.

Schlechtes Wetter Belastet Europäisches Speiseeisgeschäft

Auf dem europäischen Markt musste Nestle einen Ebita-Margen-Rückgang auf 11,4 (12,2) Prozent hinnehmen. Das Unternehmen führte dies auf die schwächere Entwicklung beim Speiseeisgeschäft wegen des verregneten Frühjahrs sowie höheren Marketing- und Verkaufskosten zurück. In Nord- und Südamerika sei der Rückgang um 90 Basispunkte eine Folge der diesjährigen Konsolidierung der amerikanischen Dreyer's. Ohne Einbezug des US-Speiseeisgeschäftes in die Ergebnisse 2003 und 2004 hätte sich die Ebita-Marge um 30 Basispunkte verbessert, teilte Nestle mit.

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