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Net AG arbietet mit Tenovis zusammen

Die Tochterfirma Net Mobile soll mobile Mehrwertdienste wie den Massenversand von SMS oder Entertainmentprodukte für Tenovis entwickeln. Langfristig wollen die Unternhemen ein Portal für mobile Unternehmenskommunikation gründen.

Reuters KÖLN. Der Internetsoftware- und Hardware-Anbieter Net AG wird mit dem Telekommunikationsdienstleister Tenovis bei der Entwicklung und Vermarktung von mobilen Mehrwertdiensten zusammenarbeiten. Die Kooperation eröffne der Net AG Zugang zu mehr als 200



000 Firmenkunden in ganz Europa, teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am Mittwoch in Köln mit. Die Kooperationsvereinbarung sieht die Net AG als einen wichtigen Meilenstein bei der Internationalisierung der Mobility-Aktivitäten an. Die Net-Aktie stieg am Mittwochvormittag zeitweise um mehr als 26 % auf 5,18 Euro.

Die Vereinbarung mit Tenovis sehe vor, dass das Net-Mobility Net Mobile AG-Tochterunternehmen künftig mobile Mehrwertdienste wie den Massenversand von SMS oder Entertainmentprodukte für Tenovis entwickele, welche diese unter eigenem Namen vertreibe. In einem zweiten Schritt sollten die mobilen Mehrwertdienste in die Kommunikationssysteme von Tenovis eingebunden werden. Mittelfristig planten die beiden Partner die Entwicklung eines Portals für mobile Unternehmenskommunikation, das verschiedene Mobilfunktechnologien, Zugangsmedien und Dienste integrieren solle, hieß es.

Net-Finanzvorstand Frank Hartmann sagte, die Zusammenarbeit mit Tenovis werde bereits im laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) erste Auswirkungen haben, die aber noch nicht nennenswert seien. Das Unternehmen geht davon aus, den für das laufende Jahr angekündigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 4,6 (Vorjahr: plus 9,4) Mill. DM zu erreichen. Zudem werde ein Umsatz von 108 (88,3) Mill. DM erwartet. Hartmann zufolge rutscht die Net AG wegen in den nächsten drei Jahren anfallenden Investitionen von 70 Mill. DM im Bereich mobile Mehrwertdienste in die Verlustzone.

Bereits im kommenden Geschäftsjahr 2001/2002 werde allerdings wieder ein positives Ebitda erwartet. "Wir hoffen, dass uns die Zusammenarbeit mit Tenovis im nächsten Jahr ein deutliches Stück nach vorne bringt". Hartmann sagte, das Unternehmen wolle im September aktualisierte Planzahlen veröffentlichen, in denen die Einflüsse aus den jüngsten Kooperationen und aus dem Netzwerkumfeld Berücksichtigung fänden.

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