Netflix lässt an alte Zeiten erinnern
Durchwachsene Premiere bei US-Neuemissionen

Für einen Tag wenigstens regierte in der vergangenen Woche noch einmal das Internet den Markt für Neuemissionen (IPO) an der US-Technologiebörse Nasdaq. Als einziges von insgesamt 3 IPOs am vergangenen Donnerstag konnte das Internet-Unternehmen Netflix ein erfolgreiches Debüt feiern.

NEW YORK. Die Online-DVD-Verleiher legte zum Ausgabepreis um 13% zu, während der Generika-Konzern Eon Labs und die Software Firma Altiris "unter Wasser" gerieten.

Für Netflix aus dem kalifornischen Los Gatos, die ihr IPO im Jahr 2000 absagen mussten, war dieser Tag ein Meilenstein, insbesondere da die Firma aus dem gleichen Stoff geschneidert ist wie viele Dotcoms, die den IPO-Markt in den späten Neunzigern definierten. Dass es Netlix, früher Neflix.com, überhaupt möglich war zu überleben, war einer der Hauptargumente für den erfolgreichen Start, glauben Marktteilnehmer. Netflix legte in den letzten zwei Jahren außerhalb der Marktbeobachtung vor allem bei seinen Finanzdaten ordentlich zu.

"Nach dem gescheiterten Erstversuch im Sommer 2000 hat sich unsere Firma von einer hoffnungsvollen zu einer viel versprechenden Firma mit vielen Aufträgen entwickelt", sagt Reed Hastings, Vorstandschef von Netflix. Damit zog die Firma auch die Aufmerksamkeit der Analysten auf sich. "Man kann man nicht ignorieren, dass Netflix seine Fundamentaldaten rapide verbessert hat," sagt George Nicholas, Analyst der Morningstar.com. Das Business ist zwar noch nicht profitabel, aber die Firma hat ihre Verluste geschmälert. Im ersten Quartal setzte sie 30,5 Mill. $ um bei 4,5 Mill. $ Verlust. In der Vergleichsperiode 2001 lag der Verlust bei 20,6 Mill. $ bei 17,1 Mill. $ Umsatz. Netflix konnte nicht nur die höchsten Tagesgewinne im IPO Markt bekannt geben, das Unternehmen hatte auch das beste Pricing. Die Firma teilte 5,5 Mill. Aktien am obersten Ende der Spanne von 13 bis 15 $ zu.

Die beiden anderen IPOs verliefen weniger gut. Altiris, eine unprofitable Technologiefirma, öffnete mit 9 $ pro Aktie, ein Dollar unter ihrem Ausgabepreis von 10 $. Der Software-Hersteller setzte den Ausgabepreis für seine 5 Mill. Aktien am untersten Ende der Spanne von 10 bis 12 $ fest. Credit Suisse First Boston führte das Konsortium an. Auch Eon Labs, dem Generika-Konzern aus Laureltown, begannen den Handel 3 % unter dem Ausgabepreis von 15 $. Die Preisspanne für die 9,8 Mill. Aktien, geführt von Credit Suisse und Goldman Sachs, lag zwischen 14 und 16 $.

Quelle: Wall Street Journal/Handelsblatt

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