Nettoverzinsung sinkt weiter – Erfolge bei Kostenkontrolle
Axa hebt Beiträge für Krankenversicherung an

Die Kunden der Axa Krankenversicherung AG müssen sich auf höhere Beiträge einstellen. Die Tarife würden im Januar 2003 um durchschnittlich 4,5 bis fünf Prozent angehoben, erklärte Vorstandschef Gernot Schlösser am Mittwoch in Köln.

chs HB DÜSSELDORF. Deutlich mehr bezahlen müssen die Kunden, die den Top-Tarif Vital gewählt haben. Ihre Beiträge steigen um 9 %, waren aber seit 1999 stabil. Für die Kunden des Elementartarifs, der etwa das Niveau der gesetzlichen Krankenkassen bietet, herrscht das zweite Jahr in Folge Beitragsstabilität. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit 197  00 Kunden (Ende 2001) der zwölftgrößte Krankenversicherer in Deutschland.

Die wirtschaftliche Lage der Axa Krankenversicherung wie die der gesamten Branche sei wegen der Börsenflaute zwar nicht euphorisch zu beurteilen, sagte Schlösser. Es gebe jedoch keinen Anlass für Hiobsbotschaften. Damit bezog er sich auf Erklärungen des Branchenriesen Deutsche Krankenversicherung (DKV), wonach die Privatversicherten im Schnitt mit Preiserhöhungen von zehn Prozent rechnen müssen.

Zwar zahlte die Axa Krankenversicherung im ersten Halbjahr 187,0 Mill. Euro und damit 7,7 % mehr für medizinische Leistungen als ein Jahr zuvor; allerdings stiegen die Beitragseinnahmen im gleichen Zeitraum um 12,3 % auf 331,0 Mill. Euro. Für das gesamte Jahr erwartet das Unternehmen einen Anstieg des Beitragsaufkommens von rund elf Prozent auf 671,3 Mill. Euro. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen dürfte dagegen auf 4,8 % zurückgehen. Zum Vergleich: 2000 waren es 7,0 und 2001 noch 5,3 %.

Erfolge meldet das Unternehmen bei den Kostensenkungen. So würden durch Gesundheitsprogramme wie etwa für Diabetiker (Disease-Management) oder Schwerkranke (Case-Management) in diesem Jahr über 2 Mill. Euro gespart. Diese Programme sollen deutlich ausgebaut werden und zusammen mit weiteren Maßnahmen durch die Prüfung überhöhter Rechnungen in etwa fünf Jahren zu Einsparungen in Höhe von fünf bis zehn Prozent der Beitragseinnahmen führen.

Durch die Kontrolle von Rechnungen über 2500 Euro spart das Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich gut 3,3 Mill. Euro. Zudem nahm das Unternehmen Rechnungen zwischen 500 und 2500 Euro aus dem Jahr 2001 aus den Bereichen HNO, Anästhesie und Chirurgie unter die Lupe. Ergebnis: Sie waren im Schnitt um 15 % überhöht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%