Netzbetreiber könnten Kunden einen Wechsel erschweren
Mobiles Telefonieren wird billiger

Ursache sei ein verschärfter Wettbewerb unter den Unternehmen, weil Mobilfunkkunden künftig bei einem Wechsel des Netzanbieters ihre Rufnummer mitnehmen können, vertrittt die Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner die Ansicht.

dpa/HB HAMBURG. "Von der neuen Regelung profitiert eindeutig der Verbraucher, nicht die Industrie", sagte Michael Borck, Vorstand der Putz & Partner Unternehmensberatung AG, am Montag in Hamburg.

Was im Ortsnetz schon lange möglich ist, gilt ab November auch für den Mobilfunk: Jeder Kunde kann seine Telefonnummer behalten und zu einem anderen Netzbetreiber oder Diensteanbieter wechseln. "Wir rechnen damit, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden", sagte Borck. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Vertragsende. "Der neue Wettbewerbsschub kann letztlich nur über den Preis ausgetragen werden, da eine Differenzierung über das Produkt kaum möglich ist", erklärte der Telekommunikations-Experte.

Die fünf Netzbetreiber (T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2 und Mobilcom) werden nach den Erwartungen von Putz & Partner allerdings versuchen, den Kunden einen Wechsel zu erschweren. Sie sollen die Verwaltungskosten, die durch ihr Ausscheiden entstehen, selbst bezahlen. Je nach Anbieter seien so genannte Portierungskosten von 5 bis 30 Euro im Gespräch. "In welcher Höhe Portierungskosten zulässig sind, muss sich allerdings noch herausstellen", sagte Borck. Vermutlich werde die Regulierungsbehörde einschreiten. Die Unternehmen dürfen den Kunden nur bestimmte Kosten in Rechnung stellen.

071104 Okt 02

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