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Netzbetreiber speichern offenbar Handy-Daten für Staatsanwaltschaft

ddp HAMBURG. Mobilfunk-Netzbetreiber protokollieren offenbar die Standorte ihrer telefonierenden Kunden und speichern sie über Monate. Wie die Zeitschrift "Computerbild" am Freitag vorab berichtet, können Staatsanwaltschaft und Polizei die Daten auf Anfrage problemlos einsehen. Dabei sei es egal, ob es sich um Bagatelldelikte oder Kapitalverbrechen handelt.

E-Plus habe bestätigt, dass die Kennung der verwendeten Basisstation gespeichert wird. D2-Vodafone-Sprecher Matthias Andreesen dementierte hingegen diese Praxis: "Wir speichern keine Daten über den Aufenthaltsort von Handys, auch nicht bei den Gesprächsdaten." Dem Blatt liege jedoch eine Ermittlungsakte vor, die beweist, dass der Netzbetreiber D2 Standort-Informationen für Gespräche speichert und an die Staatsanwaltschaft weiterreicht.

Datenschützer halten diese Praxis für rechtswidrig. Peter Büttgen, Sprecher des Bundesbeauftragten für Datenschutz, sagte: "Das Speichern der Standortkennung ist grundsätzlich unzulässig, sofern dies für die Abrechnung nicht zwingend notwendig ist. Die Standortdaten sind spätestens am Tag nach Ende der Verbindung zu löschen."

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