Netzgeschäft schwächelt – Handys weiter profitabel
Nokia gibt sich gelassen

Nokia gibt sich gelassen: Die aggressive Jagd asiatischer Hersteller um Anteile auf dem weltweiten Handy-Markt sei keine Gefahr für das finnische Unternehmen. "Wir haben schon viele Produzenten beim Marktanteil an der 10-Prozent-Marke kratzen gesehen, weiter sind sie aber nicht gekommen", sagte Nokia-Vorstand Ansii Vanjoki im Gespräch mit dem Handelsblatt. Um den Marktanteil stärker auszubauen habe den Konkurrenten die Produktvielfalt und Ausdauer gefehlt.

slo HANNOVER. Nokia ist die unangefochtene Nummer eins auf dem Mobiltelefon-Markt mit einem Marktanteil von knapp 40 %. Doch asiatische Hersteller wie Samsung, LB und Panasonic gehören zu den am stärksten wachsenden Handy-Produzenten. Sie können nach Einschätzung von Analysten bei den aufwendigeren Multimedia-Handys eine ernstzunehmende Konkurrenz für Nokia sein.

Bisher gehören die billigeren und einfacheren Geräte zu den am meisten gekauften Handys. "Das wird sich ändern, dieser Trend wird in diesem Jahr schon sichtbar", sagte Vanjoki voraus. Spielehandys und Mobiltelefone mit Kamera würden 2003 die höchsten Wachstumsraten verzeichnen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür: "Nicht der Preis des Endgeräts ist entscheidend für eine solche Entwicklung, sondern der Preis der Dienste, den man mit diesem Endgerät nutzen kann", so der Nokia-Vorstand.

Beim Handy-Absatz erwarten die Finnen in diesem Jahr ein "gesundes Wachstum". Nokia werde hier stärker als die Branche wachsen. Der Bereich Mobilfunkendgeräte bleibe hochprofitabel. Anders sieht es jedoch bei der Netz-Sparte aus. Daher hat das Unternehmen gestern seine Ertragsprognose für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres gekappt. Denn der Konzernumsatz werde auf Grund der schwachen Nachfrage im Netz-Bereich im Jahresvergleich leicht sinken, die Infrastruktur-Sparte werde einen deutlichen operativen Verlust verbuchen, teilte Nokia mit. Die Gesellschaft werde auf Proforma-Basis zwischen 0,15 und 0,17 Euro Gewinn pro Aktie machen. Zuvor hatte Nokia bis zu 0,19 Euro je Titel angepeilt.

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