Netzwerk nimmt im Januar die Arbeit auf
Logistik-Allianz will Transport-Konzernen Paroli bieten

System Alliance - ein Netzwerk aus 15 Gesellschaftern mit 40 Betrieben - habe die "Kosten- und Qualitätsführerschaft im deutschen Stückgutmarkt" zum Ziel, berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Huber am Dienstag bei der Vorstellung der Allianz in Hamburg.

dpa HAMBURG. Der Verbund mit einem Umsatzvolumen 10 Mrd. DM will auch angesichts des Preiskampfes in der Logistikbranche schlagkräftiger werden. "Es kann nicht immer nur um den niedrigsten Preis gehen", sagte Huber. Angesichts hoher Investitionen in den IT-Bereich der Speditionen seien angemessene Vergütungen notwendig. 2001 seien in der Branche wie in diesem Jahr Preisanhebungen von bis zu 5 % zu erwarten, berichtete Huber. Allerdings habe es in den zwei bis drei Jahren zuvor auch einen Rückgang von 19 % gegeben, ergänzte der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Hellmann von der Hamburger Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG. Es sei falsch, alles nur auf die Ökosteuer und den Dieselpreis zu schieben. "Wir haben uns auch in den Keller treiben lassen."

Wer im Logistik-Markt gegen Konzernstrukturen bestehen wolle, müsse komplexe Netzwerke mit hoher IT-Kompetenz knüpfen, meinte Hellmann. Die System Alliance - United Logistics wird von einem Aufsichtsrat gesteuert, der aus sieben Vertretern aus den Regionen besteht. Die im hessischen Niederaula ansässige Geschäftsführung der Dachgesellschaft mit 4,5 Mill. DM Kapital übernimmt Aufgaben wie Qualitätskontrolle, Marketing, zentrale Kundengespräche sowie den Aufbau einheitlicher Datenverarbeitungsmodule. Das operative Geschäft soll am 2. Januar starten. Die unternehmerische Entscheidung jedes einzelnen Gesellschafters bleibe aber genauso wie der Firmenname bestehen, machte Huber deutlich. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Interspe Hamann Group (Unna).

Der Allianz, die ihre Ware hauptsächlich per Lkw transportiert, stehen 6 000 Fahrzeuge und 10 000 Mitarbeiter zur Verfügung. 10 Mill. Sendungen werden bundesweit transportiert. Dabei rechnet Huber mit einem Wachstum von 3 bis 4 %. Die Aufnahme weiterer Mitglieder schloss er nicht aus. Es gehe darum, die Kräfte der Mittelständler zu bündeln. "Der Wettbewerb findet in den Regionen statt", sagte Hellmann. Gesellschafter sind unter anderem die Speditionen Wilhelm Diehl (Esslingen), Honold (Neu-Ulm), Meyer (Ettlingen), Streck (Lörrach) und die Transit Transport Flensburg.

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