Neuanfang der Bundesliga
Großes Interesse an Dauerkarten

Das schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft in Portugal, die hohe Verschuldung der Vereine, das gesunkene Image des DFB. All dies scheinen deutsche Fußballfans zu ignorieren. Nachdem schon letztes Jahr eine Rekordzahl von Stadionbesuchern vermeldet werden konnte, werden auch Dauerkarten dieses Jahr immer beliebter.

HB DÜSSELDORF. Die Liga lebt, die Lust auf Fußball scheint bei den Fans ungebrochen. Mit Spannung erwarten sie den Augenblick, wenn sich am 6. August mit dem Spiel zwischen Meister Werder Bremen und dem FC Schalke 04 der Vorhang zur 42. Saison der Fußball-Bundesliga hebt.

Es ist die Saison 1 nach großen Veränderungen. Bayern München ohne Ottmar Hitzfeld, Bayer Leverkusen ohne Reiner Calmund, Werder Bremen ohne Ailton, der VfB Stuttgart ohne Felix Magath. Und es ist die Saison, in der ausnahmsweise nicht die Bayern gejagt werden: Double-Gewinner Bremen ist in die Rolle der "Roten" aus München geschlüpft, die Bayern werden selbst zum Jäger und haben für das Ende titelloser Zeiten am meisten Geld investiert.

Für Weltmeister Lucio, Nationalspieler Torsten Frings, Vahid Hashemian und Andreas Görlitz machte Manager Uli Hoeneß 25,5 Millionen Euro locker. Hitzfeld-Nachfolger Felix Magath setzt sich mächtig unter Druck: "Ich will am 34. Spieltag Erster sein." Erster Verlierer wie Hitzfeld in seinem letzten Jahr an der Isar ist nichts für Magath. Meister-Trainer Thomas Schaaf erklärt die Münchner zum "Top-Favoriten" - wohl auch deshalb, weil er die Abgänge von Torschützenkönig Ailton und Mladen Krstajic zum FC Schalke 04 ersetzen muss. An Stelle des Brasilianers Ailton soll jetzt Vizeweltmeister Miroslav Klose zusammen mit Griechenlands Europameister Angelos Charisteas den Rest der Liga durcheinander wirbeln.

Mit Einkäufen hat sich der Meister zurückgehalten, und auch insgesamt verfolgt die Liga ihren Sparkurs weiter: Die 18 Eliteclubs ließen sich die bislang 121 Verstärkungen "nur" rund 65 Millionen Euro kosten, die Rekordsumme von 2001/2002 (150 Millionen Euro) bleibt unerreicht. Auch in ihren Etat-Ansätzen legt sich die Liga Selbstbeschränkung auf. Die Vereine planen mit 581,7 Millionen Euro (2003/2004: 596,2 Millionen Euro). Branchenführer bleibt der FC Bayern München (60 Millionen Euro) vor Hertha BSC (54,7) und Bremen (45).

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