Neuausrichtung des Filialnetzes
Deutsche Sparkassen wollen in diesem Jahr das Ergebnis verbessern

Die deutschen Sparkassen wollen im laufenden Geschäftsjahr das Ergebnis und die Rentaibilität verbessern. Das sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, am Dienstag in Frankfurt.

vwd FRANKFURT. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 ist das Ergebnis vor Steuern bei den deutschen Sparkassen auf 0,57 (0,61) Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) gesunken, der Jahresüberschuss auf 0,26 (0,24) % der DBS gestiegen, das sind 2,5 (2,2) Mrd Euro und damit plus 11,7 %.

Dieses Ergebnis könne sich im Bankenergebnis sehen lassen, so der Sparkassenpräsident und fügte hinzu: "Mit einer Aufwandsrentabilität von 68 % sind wir weiterhin Spitzenreiter vergleichbarer Institute. Und die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern der Sparkassen liegt mit 15 % nach wie vor gut. Für das Jahr 2001 gehen wir davon aus, dass sich der Jahresüberschuss und damit die Eigenkapitalrentabilität besser als im Jahr 2000 darstellen werden.



Während der Zinsüberschuss der deutschen Sparkassen im Geschäftsjahr 2000 auf 2,27 (2,42) % der DBS (Durchschnittliche Bilanzsumme) sank, stieg der Ordentliche Ertrag auf 0,60 (0,58) % und darunter wiederum der Provisionsüberschuss auf 0,56 (0,54) %; nach dem Ordentlichen Aufwand von 1,95 (1,96) % wird ein Teilbetriebsergebnis von 1,13 (1,25) % ausgewiesen, danach ein mageres Netto-Ergebnis aus Finanzgeschäften von 0,02 (0,03) %, ein Betriebsergebnis vor und nach Bewertung von 0,94 (1,07) % und 0,51 (0,90) %.

Sparkassenpräsident Hoppenstedt wies darauf hin, dass sich wegen des "Wertaufholungsgebotes" 1999 und 2000 atypische Entwicklungen im Bewertungsergebnis und damit im Betriebsergebnis ergeben: 1999 sei das Bewertungsergebnis rechnerisch zu gut, 2000 hingegen rechnersich zu schlecht ausgefallen. Um tatsächlich einen Vergleich zu den Vorjahren herstellen zu können, sei der Blick eher auf den Gewinn vor Steuern und den Jahresüberschuss zu richten. Mit der Neuausrichtung des Filialnetzes und der elektronischen Vertriebswege sowie die Investitionen in die Datenverarbeitung würden Kosteneinsparungen in den nächsten Jahren deutlicher werden.

Bilanzsumme gestiegen



Die Bilanzsumme der Sparkassen stieg, wie der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am Dienstag in der DSGV-Bilanz-Pk aufzeigte, Ende 2000 (1999) um 3,1 % auf 954 Mrd Euro, darunter die Kundenkredite um 3,9 % auf 575,4 Mrd Euro, während die Kundeneinlagen um 0,5 % auf 632,3 Mrd Euro sanken.

Die Landesbanken steigerten 2000 ihre Bilanzsumme um 6,8 % auf 1 223 Mrd Euro. Das Bewertungsergebnis ist laut Hoppenstedt 2000 "trotz strenger Bewertungspolitik günstiger ausgefallen" als 1999: "Nach uns vorliegenden Daten einzelner Institute können die Landesbanken ihr Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und Bewertung steigern, teilweise sogar deutlich (1999: 3,4 Mrd Euro). Wir gehen derzeit beim Betriebsergebnis nach Bewertung von dem besten Resultat der letzten zehn Jahre aus."

Die Sparkassen und Landesbanken haben nach Angaben des DSGV-Präsidenten im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Marktanteil von 36,3 % behauptet. Die Trends des Geschäftsjahres fasste der Sparkassenpräsident wie folgt zusammen: Auch 2000 hätten Privatkunden Vermögensanlagen vorwiegend im Wertpapierberich vorgenommen, das bilanzneutrale Investment- und Aktiengeschäft sei das erfolgreichste Geschäftsfeld gewesen.

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