Neuausrichtung
Dr. Oetker will Biermarken im Konzern neu organisieren

Die Bielefelder Oetker-Gruppe setzt im Biersektor künftig stärker auf den Erfolg der Marke Radeberger. Die zuim Unternehmen gehörende Binding-Gruppe werde in Radeberger-Gruppe umbenannt, sagte am Dienstag August Oetker, der persönlich haftende Gesellschafter der Dr. August Oetker KG in Bielefeld.

HB BIELEFELD. Vor allem die Regionalbiermarken Binding, Berliner Kindl und Dortmunder Actien- Brauerei (DAB) hätten an Marktanteilen verloren. Der Bierumsatz sei um 4,2 Prozent auf 849 Millionen Euro gesunken, sagte Oetker. Der Absatz ging um 9 Prozent zurück. Statt sieben solle es künftig nur noch zwei Verkaufsorganisationen geben.

Das Marketing werde sich künftig vor allem auf die nationalen Marken Radeberger, Clausthaler, Schöfferhofer und Selters konzentrieren, sagte Oetker. Im Rhein-Main-Gebiet habe die Gruppe die Marke Henninger, Hauptkonkurrent von Binding, erworben. Die Neuausrichtung der DAB in Dortmund sei weitgehend abgeschlossen. Trotzdem sei dort erst in einigen Jahren wieder mit Gewinn zu rechnen. Bei der Berliner Kindl-Brauerei werde die Potsdamer Braustätte geschlossen, sagte Oetker.

Das Geschäftsjahr 2001 sei für die Unternehmensgruppe zufrieden stellend verlaufen, sagte Oetker. Über alle Sparten erzielte die Gruppe einen Umsatz von 5,26 Milliarden Euro gegenüber 5,22 Millionen im Jahr 2000. Der Mischkonzern betätigt sich unter anderem auf den Geschäftsfeldern Getränke, Tiefkühlkost, Backwaren und-zutaten, in der Hotellerie sowie dem Verlagswesen und betreibt eine Reederei.

Marktführer bei Tiefkühlpizzen

Vor allem im Nahrungsmittelbereich sei die Entwicklung in Deutschland mäßig gewesen, sagte der Unternehmenschef. Während die Auslandsunternehmen um fast 12 Prozent zulegten, stieg in Deutschland der Umsatz um nur 1 Prozent. Besonders positiv hätten sich Müsliprodukte, Pizzen und Fertigdesserts und die Meeresspezialitäten der Marke Costa entwickelt. Bei Tiefkühlpizzen halte Oetker in Deutschland einen Marktanteil von 38 Prozent. Auch in den Beneluxländern, in Tschechien und in Polen ist der Bielefelder Konzern bei diesen Produkten Marktführer. Das Anfang 2002 gestarte Pizza-Geschäft in Großbritannien sei sehr gut angelaufen.

In der Schifffahrtssparte habe das Unternehmen den Rückgang der Weltwirtschaft und ein Überangebot im Frachtverkehr zu spüren bekommen, sagte Oetker. Deshalb sei die Reedereigruppe Hamburg Süd nur auf ein Wachstum von 0,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gekommen. Mit einer Verbesserung im Schiffstransportgeschäft sei erst ab 2003 wieder zu rechnen, sagte Oetker.

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