Neuberechnung des Dax im Sommer 2002
Fresenius und FMC planen keine Aktienumwandlung

Der Medizin-Konzern will die Vorzugsaktien jetzt doch nicht in Stammaktien umwandeln.

rtr BAD HOMBURG. Der Medizin-Konzern Fresenius und seine im Dax notierte Tochtergesellschaft FMC wollen nach eigenen Angaben ihre Vorzugsaktien nicht in Stammaktien umwandeln. "Wir haben keine Bestrebungen hinsichtlich einer Umwandlung unserer Aktien", sagte ein Sprecher am Donnerstag in Bad Homburg. Auch mit der gegenwärtigen Aktienstruktur werde das FMC-Papier nach der Neuberechnung des Dax' ab Sommer 2002 voraussichtlich im Börsenbarometer der 30 Standardwerte vertreten sein. "Nach dem derzeitigen Stand bleiben wir im Dax", sagte der Sprecher.

Den Angaben zufolge sind nur die 70 Mill. stimmberechtigten Stammaktien der Dialyse-Tochter FMC im Dax notiert. 50,8 % davon halte die Muttergesellschaft Fresenius. Daneben gibt es 25 Mill. stimmrechtlose FMC-Vorzugsaktien in Streubesitz. Würden die in Stammaktien umgewandelt, verlöre Fresenius die Mehrheit der Stimmrechte bei FMC.

Das Aktienkapital der Konzernmutter Fresenius selbst ist aufgeteilt in je 10 Mill. Stamm- und Vorzugsaktien. Nur die Vorzüge sind im MDax der 70 mittelgroßen Werte notiert. Die Stämme sind nach Unternehmensangaben zu 68 % im Besitz der Fresenius-Stiftung.

Am Mittwoch hatte der Softwarehersteller SAP angekündigt, er werde seine Vorzugsaktien im Verhältnis eins zu eins in Stammaktien umzuwandeln. Damit wolle er das starke Gewicht der Aktie im Dax nach 2002 behalten. Künftig soll nur noch eine Aktiengattung zur Errechnung des Gewichts eines Wertes im Index herangezogen werden. Nach der Ankündigung von SAP war der Kurs der nicht im Dax notierten SAP-Stammaktie um rund ein Viertel in die Höhe gesprungen und hatte sich fast dem Wert der Vorzugsaktie angenähert.

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