Neue Absatzzahlen
Deutsche Autos in USA wieder gefragt

Die deutschen Automobilkonzerne haben im September in den USA, dem mit Abstand wichtigsten Auslandsmarkt, ihren Absatz stark erhöht. BMW, Porsche, Audi und Volkswagen sowie die amerikanischen Daimler-Chrysler-Töchter Chrysler Group und Mercedes-Benz USA haben teilweise beeindruckende Zuwachsraten verbucht. Dies geht aus den am Dienstag veröffentlichten Absatzzahlen der US-Töchter der deutschen Autohersteller hervor.

vwd FRANKFURT. Die deutschen Automobilkonzerne haben auch im September in den USA deutlich mehr Kfz verkauft als im Vorjahr. Die Zahlen der Hersteller seien vor allem im Vergleich zu den Zahlen der US-Hersteller "ausgezeichnet", kommentierten Marktteilnehmer die Zahlen. "Die Deutschen besetzen mit den USA den letzten weißen Fleck auf dem Markt." Die Ansicht, die deutschen Hersteller bauten vor allem Diesel- und Nischenfahrzeuge, sei überholt. "In den kommenden Jahren versorgen die Franzosen und die deutschen - und vielleicht Toyota und Honda - die Welt mit Autos", so ein Beobachter.

Während im September Chrysler den Marktanteil auf 14,9 (13,0) Prozent ausweitete und mehr Fahrzeuge verkaufte, sahen die US-Wettbewerber Absatz und Marktanteile schwinden. Chrysler profitierte vor allem vom Absatz bei der Marke Dodge, die um 30 Prozent zulegte. Vor allem Pickup-Trucks seien erfolgreich gewesen, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt wurden im September 18 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als 2001.

Der Marktanteil der General Motors (GM) sank im Berichtsmonat auf 25,3 (29,9) Prozent. Auf Neunmonatssicht steigerte der Konzern seinen Anteil allerdings auf 28,4 (28,1) Prozent. Ford dagegen verlor in den ersten neun Monaten leicht. Der Marktanteil beträgt 21,4 (23,0) Prozent. Die beiden großen US-Produzenten kündigten aufgrund schwächer als erwarteter Absatzzahlen im September eine Fortsetzung ihrer Null-Prozent-Finanzierungsprogramme an.

Ford setzte im September fünf Prozent weniger Fahrzeug ab als im Vorjahr, bei GM betrug das Absatzminus in Einheiten sogar 13 Prozent. Für das zweite Halbjahr 2002 zeigte sich GM jedoch unbeeindruckt von dieser Entwicklung. Bezogen auf das dritte Quartal ergebe sich ein Verkaufsplus von zehn Prozent. Die Produktionsprognose für das vierte Quartal lässt GM unverändert.

Die deutschen Hersteller konnten dagegen durch die Bank zulegen. Audi legte im September gegen den Vorjahresmonat um 33,7 Prozent zu. Auf Neunmonatssicht wurde hier nun das Vorjahresergebnis eingestellt. Audi führt das Absatzplus vor allem auf den neuen A4 zurück. Insgesamt wurden im Zeitraum Januar bis September 63.658 Kfz verkauft. Volkswagen erhöhte ihren Absatz im September um 22 Prozent auf 27.94 Pkw. Beobachter gegründen diese Plus mit einem Rabatt von 1.250 USD für einzelne Jetta-Modelle. BMW berichtete ein Neunmonatsplus von 17 Prozent, im September selbst wurden 22 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als 2001.

Septemberrekorde meldeten Porsche und Mercedes-Benz. Vor allem aufgrund der neuen E-Klasse und der erfolgreichen C-Klasse wurde bei Mercedes-Benz USA mit 17.480 (16.952) verkauften Pkw das beste Ergebnis in der Geschichte erzielt. Auch für die ersten neun Monate wurde mit 153.692 (150.105) Kfz ein neuer Rekordabsatz erreicht. Das Absatzplus bei Porsche lag im September bei 30 Prozent. Insgesamt wurden 1.285 (991) Fahrzeuge verkauft. Seit Jahresbegin wurden mit 16.897 abgesetzten Kfz dagegen weniger Porsche verkauft als im Vorjahr mit 17.978.

Die japanischen Hersteler steigerten ihren US-Marktanteil im Zeitraum Januar bis September auf 27,6 (26,7) Prozent. Toyota verkaufte 4,3 Prozent mehr Fahrzeuge, Nissan 9,7 Prozent, Honda sogar 16 Prozent.

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