Neue Aufgabe wartet
Robinson scheidet aus Uno-Menschenrechtsamt

Die irische Diplomatin Mary Robinson scheidet an diesem Mittwoch nach fünf Jahren aus ihrem Amt als Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte.

dpa/HB GENF. Sie wird am 1. Oktober in New York ein internationales Projekt über ethische Fragen der Globalisierung beginnen, wie sie am Dienstag in Genf mitteilte. "Die Ereignisse des 11. Septembers haben mein Amt in diesem letzten Jahr deutlich beeinflusst", sagte Robinson. Sie hoffe, dass sich nach dem ersten Jahrestag der Ereignisse nun auch in den USA wieder ein Wandel zur größeren Beachtung der Menschenrechte zeigen werde. Nachfolger Robinsons wird am Donnerstag der Brasilianer Sergio Viera de Mello.

Robinson sagte, auch bei ihrer neuen Aufgabe gehe es ihr vor allem um die Ausgestaltung und Überwachung rechtlicher Verpflichtungen, die die Unterzeichnerstaaten der Uno-Menschenrechtskonvention eingegangen sind. Dabei habe sie zunächst besonders Afrika im Auge. "Ziel (des Projekts) ist es, die Unterstützung für eine dauerhafte Bewegung für ethische Globalisierung sicherzustellen", sagte sie.

Robinson, die direkt dem Uno-Generalsekretär unterstand, hatte auf Drängen Kofi Annans ihre Amtszeit im vergangenen Jahr um weitere zwölf Monate verlängert. Dies sei eine sehr wichtige und die fruchtbarste Zeit für sie gewesen, sagte sie in Genf.

Es bleibe wichtig, dass die Normen und Standards der Menschenrechte verstärkt durchgesetzt werden, sagte Robinson, die sich in der Vergangenheit besonders durch ihre Kritik an Menschenrechtsvergehen im Nahen Osten und an den Haftbedingungen für El-Kaida - und Taliban-Kämpfer auf dem US-Stützpunkt Guantanamo hervorgetan hatte.

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