Neue Bankpleite
Aufsicht schließt Metallbank

Die neu gegründete Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hat die Entscheidung gefällt, die Gontard & Metallbank für den Kundenverkehr zu schließen. Grund ist der neuerliche Wertberichtigungsbedarf von knapp 20 Millionen Euro, der das Grundkapital zu mehr als der Hälfte aufgezehrt hat.

po FRANKFURT/M. Den Sparern drohen durch die Schließung keine Verluste. Die Gontard & Metallbank ist der Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Sämtliche Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe sind bis zur Sicherungsgrenze von 12,1 Mill. Euro pro Einleger gesichert, Kundeneinlagen, die bis zum 13. März getätigt wurden, sogar bis 34,9 Mill. Euro. Die Suche nach einem strategischen Investor, die einzige Chance für eine Weiterführung der Bank, blieb erfolglos. Noch am Montag Nachmittag führte Gontard-Chef Lothar Mark letzte Verhandlungen.

Mit der Schieflage der Gontard & Metallbank setzt sich die Pleiteserie bei kleineren Banken fort. Im Herbst vergangenen Jahres konnte die Schmidt-Bank nur durch eine Auffanglösung vor der Insolvenz bewahrt werden. Das Kölner Privatbankhaus Delbrück musste einen erheblichen Teil seiner Reserven aufbrauchen, um die Pleite zu verhindern.

Stark betroffen von der Schließung ist der Großaktionär der Gontard & Metallbank, Gold-Zack. Das Unternehmen befindet sich ebenfalls in einer schwierigen Situation und suchte nach einem Interessenten für das knapp 44-Prozent-Paket an dem Frankfurter Traditionsunternehmen. Für eine Stellungnahme war dort gestern niemand zu erreichen.

Quelle: Handelsblatt

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