Neue Bedingungen für Kauf der „Berliner Zeitung“
Kartellamt schickt Holtzbrinck Abmahnung

Die Kartellwächter stehen dem Kauf des Berliner Verlags ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier", "Tip") durch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck kritisch gegenüber.

hps DÜSSELDORF. Das Bundeskartellamt hat dem Stuttgarter Medienhaus, das auch das "Handelsblatt" verlegt, schriftlich die Bedenken bei einem Kauf der Berliner Tochter des Hamburger Verlages Gruner + Jahr mitgeteilt. "Die Verlagsgruppe wird alle rechtlich möglichen Schritte ausschöpfen und ist zuversichtlich, dass am Ende des Verfahrens eine positive Entscheidung für die Übernahme der Berliner Zeitungsgruppe erfolgt", sagte Michael Grabner, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Holtzbrinck. Kartellamtschef Ulf Böge will heute in Bonn zu diesem "Abmahnschreiben" und den einzelnen Bedingungen für eine Übernahme des Berliner Verlags Stellung nehmen.

Mit der "Berliner Zeitung" würden künftig zwei der drei führenden Berliner Abonnementzeitungen zu Holtzbrinck gehören. Die Stuttgarter verlegen bereits den "Tagesspiegel". Das Bundeskartellamt wollte zur Abmahnung gestern keine Stellung nehmen. Die Behörde unterstrich lediglich, man habe die Übernahme des Berliner Verlags bereits in der Vergangenheit als "keinen unproblematischen Fall" angesehen. Offiziell laufe das mittlerweile erweiterte Verfahren bis 15. Dezember. Holtzbrinck hatte Ende Juni mit der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr vereinbart, den Berliner Verlag für "deutlich unter 200 Mill. Euro" zu übernehmen.

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