Neue Bestmarken
Schalke und Dortmund knacken Millionengrenze

Der Fußball hat seinen Zauber nicht verloren: Allen Widrigkeiten zum Trotz verzeichnen die Bundesliga-Vereine im WM-Jahr erneut steigende Zuschauerzahlen und werden nach dem spannenden Saison-Finale die 10-Millionen-Grenze übertreffen. Erstmals knacken gleich zwei Vereine die imaginäre Millionenmarke.

dpa FRANKFURT/MAIN. Neben Klassenprimus Borussia Dortmund wird dies auch der FC Schalke 04 am letzten Spieltag schaffen. Zudem konnten sich fast alle Vereine über mehr Besucher-Zuspruch als in der vergangenen Saison freuen. Bereits vor dem 34. Spieltag hat die Bundesliga mit 9 747 339 Zuschauern die Marke aus der letzten Saison deutlich übertroffen.

Tabellenführer Borussia Dortmund steht zum vierten Mal in Folge in der Gunst der Zuschauer ganz oben. Erneut pilgerten zu den Heimspielen der Schwarz-Gelben mit durchschnittlich 66 025 die meisten Fans. Kalkuliert hatte der Titelanwärter nur mit 50 000. Schon nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln vor knapp zwei Wochen hatten die Westfalen einen neuen Rekord vermeldet. Mit dem ausverkauften Saisonfinale gegen Werder Bremen wird der BVB seine Höchstmarke auf 1,09 Millionen Zuschauer steigern. Die alte Bestmarke datiert aus der Saison 1998/99. Damals kamen 1,034 Millionen Zuschauer in das Westfalenstadion.

Lokalrivale Schalke 04 verzeichnet erstmals seit seiner Bundesliga-Zugehörigkeit über 1 Million Besucher. Ein Grund dafür dürfte auch der neue Fußballtempel "Arena AufSchalke" sein, der als Multi-Funktions-Arena zu den modernsten Stadien Europas zählt. Zu den Heimspielen der Knappen kamen trotz des schlechten Saisonstarts knapp 250 000 Fans mehr als noch im Vorjahr. Bayern München, das seinen zweiten Platz an die Schalker verloren hat, kann nach Dortmund mit dem größten Zuschauergewinn aufwarten. Durchschnittlich 12 000 Fans mehr als kalkuliert sahen die Spiele der Bayern, die schon vor dem abschließenden Spiel gegen Hansa Rostock im Olympiastadion die Gesamtzahl der letzten Saison erreicht haben.

Auch bei Aufsteiger Borussia Mönchengladbach wird der Rekord aus der Saison 1994/95 fallen. Erstmals kamen in dieser Saison zu den 17 Heimspielen mehr als 30 000 Fans. Auf eine fast hundertprozentige Stadionauslastung kann Bayer Leverkusen verweisen. Allerdings bietet die "BayArena" nur 22 500 Plätze. Dass nicht nur Erfolge volle Stadien garantieren, beweisen die Absteiger SC Freiburg und FC St. Pauli. Alle Heimspiele der beiden Vereine waren nahezu ausverkauft. An drei Vereinen ging der positive Trend vorbei. Die Spiele von Hertha BSC sahen durchschnittlich 3000 Zuschauer weniger als im Vorjahr. Auch die verkorkste Saison des TSV 1860 München und des VfL Wolfsburg stieß bei den Fans auf weniger Interesse.

Dass Deutschlands liebstes Kind weiterhin boomt, liegt zum Teil an der Ausgeglichenheit der Liga. Von der Spannung bis zum letzten Spieltag profitieren die Vereine, deren Fans trotz der angespannten Wirtschaftslage für ihren Lieblingsverein regelmäßig in die Tasche greifen.

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