Neue Castor-Transporte
Atomkraftgegner drohen massiven Widerstand an

Mit massivem Widerstand wollen Atomkraftgegner den für kommende Woche geplanten Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben behindern. Schon am Sonntag würden voraussichtlich tausende Demonstranten ins Wendland kommen, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, am Mittwoch in Hannover.

dpa HANNOVER. Der Sprecher der Anti-Atom-Initiative "X- tausendmal quer", Jochen Stay, kündigte eine Aktion "Widersetzen" mit Sitzblockaden auf Straßen und Schienen an.

Stay räumte ein, dass solche Sitzblockaden Ordnungswidrigkeiten seien. Die Atomkraftgegner seien jedoch zu solchen "begrenzten Regelverletzungen" bereit. "Es geht darum, dass diese Transporte politisch nicht mehr durchsetzbar werden." Dabei sei Gewaltfreiheit selbstverständlich. Nach Angaben eines Sprechers der "Bäuerlichen Notgemeinschaft", Wolfgang Eisenberg, soll es auch Protestaktionen von Landwirten mit Treckern geben. Im Wendland dürfe bei Castor- Transporten keine Routine einkehren, sagte er.

Polizei-Einsatzleiter Hans Reime ging in Hannover davon aus, dass es bei dem bevorstehenden Transport vor allem auf dem 20 Kilometer langen Straßenabschnitt vom Verladebahnhof Dannenberg nach Gorleben Probleme geben wird. Die Atomkraftgegner hätten angekündigt, dass sie den Schwerpunkt ihrer Aktionen diesmal nicht auf die Schiene, sondern auf die Straße legen wollten. Der Atommülltransport soll von Montag (12. November) an von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague (Frankreich) ins Zwischenlager Gorleben rollen.

Der Bundesgrenzschutz-Einsatzleiter Joachim Franklin berichtete, dass der BGS im Gleisbett der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg einen Betonklotz gefunden habe. An ihm hätten sich zwei Atomkraftgegner anketten können. Der Klotz sei unbrauchbar gemacht worden. Mit solchen Ankett-Aktionen hatten Atomkraftgegner beim Castor-Transport im März den Zug fast einen ganzen Tag lang aufgehalten.

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