Neue Computer-Prozessoren
Intel will mit Xeon-Chip Server-Markt erobern

Intel will mit einem neuen Mikroprozessor künftig auch den lukrativen Markt der Server erobern. Der weltgrößte Chiphersteller präsentierte auf dem Intel Developer Forum in San Francisco erstmals Server, die mit einem überarbeiteten Xeon-Prozessor ausgestattet sind. Server sind Hochleistungscomputer, die unter anderem Web-Angebote im Internet oder Datenbank-Anwendungen betreiben. Nach der Ankündigung stieg der Aktienkurs von Intel um fünf Prozent auf 31,02 Dollar.

HB/dpa SAN FRANCISCO. Der neue Xeon-Prozessor ist technologisch eng mit dem Pentium 4 verwandt, der vor 15 Monaten als Spitzenmodell für Personal Computer auf den Markt kam. Computer-Hersteller wie Fujitsu-Siemens, Compaq, Dell, Hewlett-Packard, IBM und NEC werden nach Angaben von Intel noch in dieser Woche Server auf den Markt bringen, die mit dem neuen Xeon- Prozessor sowie einem neuartigen Chipset ausgestattet sind.

"Der Xeon ist eine Art Vorzeigeprodukt für die Pentium-4-Technologie von Intel", sagte John Enck, ein Analyst des Marktforschungsunternehmens Gartner. Die neuen Xeon-Maschinen zielen zunächst auf das untere Segment des Marktes für Internet-Server und Datenbank-Rechner, das bereits von Intel dominiert wird. Bei den größeren Servern wird der Markt jedoch von Sun Microsystems und IBM angeführt, die hier auf eigene Chip-Entwicklungen bauen. Diesen Bereich will Intel mit seinem Itanium-Chip und verbesserten Xeon-Chips erobern. Allerdings hat der Itanium bislang nicht den von Intel gewünschten Markterfolg gezeigt. Auf der Computermesse CeBIT in Hannover will Intel eine Xeon-Server- Variante vorstellen, die mit bis zu 16 Prozessoren gleichzeitig arbeitet.

Im Wettlauf mit dem Chiphersteller AMD um den schnellsten PC-Chip legte Intel auf der Entwickler-Konferenz in Kalifornien nach und zeigte zwei Demo-Systeme mit einer Taktgeschwindigkeit von drei Gigahertz. Das schnellste Pentium-Modell, das zur Zeit auf dem Markt zu haben ist, wird mit 2,2 Gigahertz getaktet. Das AMD-Spitzenmodell 2000+ ist mit 1,6 Gigahertz getaktet, schneidet in etlichen Leistungstests aber besser ab als der schnellste verfügbare Pentium.

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