Neue Finanzdienste beim Webportal
Lycos Europe auf der Suche nach neuen Erlösmöglichkeiten

Webportale in Deutschland sind auf der Suche nach neuen Erlösquellen. Für Lycos Europe ist die so genannte Kontenaggreagation eine dieser Quellen. Ab kommenden Jahr will das Portal Geld kassieren.

no/pos DÜSSELDORF. Bereits im kommenden Jahr will das Internetportal Lycos Europe auf seinem deutschen Ableger kostenpflichtige Dienste im Bereich der Finanzseiten einführen. Insbesondere für die sogenannte Kontenaggregation sollen Lycos-Nutzer in Zukunft zahlen. Bei dieser Dienstleistung kann der Nutzer jedes seiner Konten über eine personalisierte Webseite bei Lycos verwalten - egal, bei welcher Bank. E-Mail-, Wertpapier- und Girokonten stünden dann im festen Blick des Lycos-Nutzers, erklärt Dirk Lüth, Managing Director des Finanzportals. Für Lycos böte sich durch die gewonnenen Kundeninformationen zudem die Möglichkeit zusätzlicher E-Commerce- und Banking-Einnahmen.

Noch stehen diesem Service aber rechtliche Hürden entgegen. Bankkunden dürfen bislang nicht ihre Pin- und Tan-Nummern aus der Hand geben. Doch das wäre nötig, um den automatischen Kontenabgleich auszuführen. In den USA ist Kontenaggregation bereits ein erkennbarer Trend. Auch Moneyshelf.de, das Finanzportal der Deutschen Bank, bietet diesen Service bereits seit einem Jahr an. Die Frage stellt sich, ob die Banken sich durch ein Internetportal das Geschäft verderben lassen? Andererseits hängt die Zukunft der Portale davon ab, ob es den Unternehmen gelingen wird, die an kostenfreie Inhalte gewöhnten Nutzer zu Abonnenten "umzuerziehen".

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