Neue finanzielle Risiken: Aufschub für Rettung von Wünsche

Neue finanzielle Risiken
Aufschub für Rettung von Wünsche

Die Rettung des finanziell angeschlagenen Textilkonzerns Wünsche AG (Joop, Cinque) verzögert sich: Der Insolvenzverwalter Ulrich Hildebrandt hat nach Informationen aus Kreisen des Unternehmens beim Amtsrichter bis heute einen Aufschub erwirkt, der eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens verhindert.

lip HAMBURG. Urspünglich war die Frist bereits abgelaufen. Der Insolvenzverwalter war für eine Stellungsnahme bis zum Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

Der Hintergrund: Die Verhandlungen zwischen den Banken und dem künftigen Investor, der Hamburger MPC Holding, sind ins Stocken geraten, weil neue finanzielle Risiken in Höhe von rund 10 Mill. Euro aufgetaucht sind. Sie resultieren aus der Bewertung von Wünsche-Tochterfirmen. Die MPC Holding fordert hierfür nach Informationen aus Bankenkreisen einen finanziellen Ausgleich von der Hamburgischen Landesbank. Ansonsten könne der Investor das Sanierungskonzept bei der mit mehr als 150 Mill. Euro überschuldeten Wünsche AG nicht umsetzen. Die BHF-Bank, an die alle Anteile der Wünsche Joop GmbH-Tochter verpfändet sind, will hingegen keine Kapitalhilfen gewähren.

Die MPC will die Verzögerungen nicht kommentieren. Sie betont, dass sie mit den Banken weiter über einen Rettungsplan verhandelt. Ihr Ziel: Sie will zwei eigene Tochterfirmen in die Wünsche AG einbringen, um sie fortzuführen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%