Neue Finanzspritze nicht ausgeschlossen
Pixelpark sieht keine Entspannung

Der Internet-Dienstleister Pixelpark rechnet nach dem schlechtesten Jahr der Firmengeschichte nur mit einer langsamen Erholung. Nach schwachem Beginn erwartet der einstige Börsenliebling im laufenden Jahr einen "deutlichen" Umsatzrückgang, wie Vorstandschef Paulus Neef mitteilte.

WiWo/dpa BERLIN. Auf genauere Zahlen legte sich der Firmengründer ebenso wenig fest wie auf eine Gewinn- oder Verlustprognose. Nach misslungenen Zukäufen und schweren Rückschlägen im Ausland will sich das Unternehmen wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren. Bei der Vorlage des Geschäftsberichts bestätigte Neef Zahlen, die im wesentlichen bereits seit Anfang des Monats bekannt waren. Demnach machte Pixelpark 2001 einen Rekordverlust von 86 Millionen Euro, was vor allem mit einmaligen Firmenwertabschreibungen begründet wird. Im Rumpfgeschäftsjahr 2000 (1. Juli bis 31. Dezember) lag das Minus nur bei 15,5 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auf von 52,3 auf 81,3 Millionen Euro. "Das Jahr 2001 war sicherlich das bisher schwierigste für Pixelpark", sagte Neef. Wegen des schwierigen Umfelds werde es vor der zweiten Jahreshälfte auch "keine Entspannung" geben. Der Kaufmännische Leiter der Pixelpark AG, Peter Vedder, schloss nicht aus, dass das Unternehmen erneut auf eine Kapitalspritze der Muttergesellschaft Bertelsmann angewiesen sein wird. Im Dezember hatte Bertelsmann einen erneuten Kredit von 15 Millionen Euro auf nun insgesamt 40 Millionen Euro gewährt. Zum Ende dieses Quartals soll das 1991 gegründete Unternehmen nur noch 600 Beschäftigte haben. Im vergangenen Jahr waren es weltweit noch knapp 1200.

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