Neue Geldquelle
Rivals.net verkauft Daten über Fußball-Fans

Statt nur auf Werbeeinnahmen zu schielen, geht der Internet-Anbieter Rivals.net neue Wege und verkauft Fan-Profile an interessierte Unternehmen.

hpk. Der britische Internet-Anbieter Rivals.net erschließt sich neue Einnahmequellen. Das Sportportal verkauft jetzt die Profile von Fußball-Fans an interessierte Kunden. Ungefähr 1000 Besucher müssen eine Serie von Fragen beantworten, daraus bastelt Rivals.net ein Fan-Profil. Zusätzlich werden auch Fragen zum Thema Spielergehälter in der Premier League oder über Sponsoren eingestreut. "Die Umfragen haben jetzt eine solche Qualität und wir haben so viele interessante Fakten über Fans, das wir sie an Dritte weiterverkaufen können", erklärte Marketing-Direktor Chris Reed.

Die Profile werden zum Preis von etwa 1500 Mark (500 britische Pfund) an Unternehmen, die sich im Sport engagieren, verkauft. Zum Beispiel kann der neue Generalsponsor der englischen Premier League, Barclay-Card, auch Umfragen über sein neues Engagement durchführen lassen. Diese neue Idee passt zu diesem Anbieter. Denn im Vergleich zu anderen Sport-Portalen ist rivals.net kein Angebot von professionellen Journalisten, sondern sieht sich in Tradition der Fanzines. Die Schreiber der Fan-Szene liefern den Inhalt über alle Sportarten. Damit war die Website bisher erfolgreich, über 26 Millionen Seitenaufrufe bei 610 000 Nutzern. Entsprechend der Fan-Struktur sind auch 85 Prozent der User männlich.

Rechtzeitig von Rivals.com distanziert

Mit dieser Geschäftsidee will das englische Unternehmen in den Zeiten des sinkenden Werbeaufkommens neue Einnahmemöglichkeiten suchen. So setzte Rivals.net schon in der Vergangenheit nicht nur auf Erlöse aus Werbung und Sponsoring, sondern generierte auch Gelder aus e-commerce und Spieleinnahmen. Außerdem distanzierten sich die Engländer rechtzeitig von der US-amerikanischen Mutter Rivals.com, das gemeinsam mit der Chrysalis Group hinter Rivals net steht.

Doch während die Engländer und eine französische Tochter noch existieren, musste Rivals.com schließen. Denn die US-Firma konnte die Ausgaben nicht mehr decken. Durch dieses Missmanagement verloren 80 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

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