Neue Geschäftsmodelle im Kommen
SMS entwachsen den Kinderschuhen

Short Message Services, kurz SMS sind vor allem bei jungen Menschen zwischen 14 und 29 sehr beliebt. In schier unglaublicher Geschwindigkeit tippen sie ihre Nachrichten ein. Per SMS in ständigem Kontakt zu stehen, ist in dieser Altersgruppe in. Doch auch Mobilfunkkunden, die das Handy geschäftlich nutzen, entdecken immer mehr die Vorteile der kurzen Textmitteilungen.

Die Zuwachsraten beim SMS-Versand werden weiter steigen. Mit dieser Aussicht versuchen viele Unternehmen mit SMS Geld zu verdienen. Ein Versuch, der vielfach zum Scheitern verurteilt ist. Denn Free SMS, wie sie von vielen angeboten werden, werfen keinen Gewinn ab. Im Gegenteil. Mit den Werbebotschaften, die sie zusammen mit den kostenlosen SMS verschicken, erlösen sie nur einen Teil der Übertragungskosten. Daher wird man zukünftig Modelle haben, wo der Empfänger bezahlen wird, wenn er eine solche SMS mit Content oder Mail Notifications erhält. Ebenso wird man bald eine Übertragung des Prinzips der 0900-Nummern auf SMS am Markt erleben.

Es wird sich zeigen, wer über gute Geschäftsideen einen Markt generieren kann. In dieser Situation mutet die Erfolgsgeschichte der SMS (Short Message Services) wie ein Märchen aus einer anderen Welt an. Die beliebten Kurznachrichten waren anfangs nur als Mehrwert, ja eigentlich als Ersatz-Dienstleistung gedacht. Heute sind Sie für viele Netzbetreiber eine der Haupteinnahmequellen.

Die Menschen leben in einer Spaßgesellschaft. Sie wollen unterhalten werden. Und daraus lassen sich zahlreiche Geschäftsideen schöpfen. Auf diese Situation haben sich die Netzbetreiber längst eingestellt. Spiele, Nachrichtendienste oder Horoskope gehören zu den gängigen Mehrwerten, die Handy-Nutzern zur Verfügung stehen. Der Markt erschafft sich quasi aus sich selbst.

In diesem Umfeld werden SMS weiter Erfolg haben. Mit den Mobilfunkstandards GPRS (General Packet Radio Service) und UMTS (Universal Mobile Telecomunications System) fangen SMS in der neuen Form der Multimedia Messages (MMS) erst richtig an zu leben: Bilder, Töne und Videofrequenzen lassen sich dann von Handy zu Handy versenden.

Doch Unterhaltung ist nur ein Feld. Für Marketing bieten sich ebenso viele Möglichkeiten. Ein Stichwort hier ist Kundenbindung. Praktiziert zum Beispiel von der Bank, die ihren Kunden den Kontostand zuschickt und dafür Gebühren verlangt. Der Kunde wird gezielt informiert und ist dann auch bereit, für diesen Service zu bezahlen. Solche Geschäftsmodelle haben Zukunft. Sie beruhen nicht zuletzt auf einer funktionierenden Kooperation zwischen Netzbetreibern und Dritten, die den Content liefern.

Die SMS entwachsen langsam den Kinderschuhen und das heißt auch, dass sie für mehr als nur Unterhaltung genutzt werden.

Schreiben Sie dem Autor: helmut.andemeulen@materna.de

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