Neue Geschäftszahlen
Marconi-Gläubiger stimmen Rettungsplan zu

Der hoch verschuldete britische Telekomausrüster Marconi hat sich die Zustimmung seiner Gläubigerbanken zu einem milliardenschweren Rettungsplan gesichert. Damit könne das Vorhaben bis Mitte März abgeschlossen werden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Reuters LONDON. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Gläubiger die Marconi-Schulden von nahezu vier Mrd. Pfund (rund 6,2 Mrd. ?) abschreiben werden. Im Gegenzug sollen sie 99,5 % des Aktienkapitals des ehemaligen Börsenlieblings erhalten. Nach der Umstrukturierung würden die Schulden bei 210 Mill. Pfund liegen, verglichen mit 2,85 Mrd. Pfund Ende September, teilte das Unternehmen weiter mit.

Der Kurs der Marconi-Aktie stieg am Vormittag um 2,56 % auf 1,96 Pence. Der Börsenwert des Unternehmens, der im August 2000 auf über 35 Mrd. Pfund gestiegen war, liegt damit bei nur noch etwa 50 Mill. Pfund.

Marconi ging aus dem ehemaligen Mischkonzern GEC hervor, dessen Produktpalette von Waschmaschinen bis zu Radarausrüstung für Kampfflugzeuge reichte. Das Unternehmen hatte sich im Zuge des Internet-Booms auf die Produktion von Telekomausrüstung konzentriert und wurde dann vom Geschäftseinbruch in der Branche hart getroffen. Die Briten sahen sich zu massiven Stellenstreichungen gezwungen. Im Quartal bis Ende September wurden den Angaben zufolge 2000 Stellen abgebaut. Es seien keine weiteren größeren Stellenstreichungen geplant, hieß es. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wird Marconi nach eigenen Angaben etwa 14 000 Mitarbeiter beschäftigen.

Marconi gab am Montag auch Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2002/2003 bekannt. In den sechs Monaten zum 30. September seien ein Umsatz von 992 Mill. Pfund und ein operativer Verlust von 235 Mill. Pfund verzeichnet worden.

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