Neue Handys kommen
E-Plus will i-Mode auf die Sprünge helfen

Der Mobilfunkanbieter E-Plus will mit neuen Handys und einem veränderten Tarifsystem den in Deutschland schwach gestarteten mobilen Multimediadienst i-Mode auf die Sprünge helfen.

HB/dpa HANNOVER. "Wir haben im vergangenen Jahr das Ziel von 400 000 bis 600 000 Kunden für i-Mode klar verfehlt und nur 123 000 Nutzer gewinnen können", sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim am Dienstag vor Beginn der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover.

"Wir hatten lange Zeit nur ein i-Mode-Handy im Angebot, das auch noch Kinderkrankheiten hatte." Dennoch seien die Kunden sehr zufrieden gewesen. "92 Prozent würden i-Mode weiterempfehlen." Der japanische Telekom-Konzern NTT DoCoMo, der i-Mode-Vorreiter bei teilte mit, im Land der aufgehenden Sonne sei der Dienst mit inzwischen 37 Millionen Abonnenten eine Erfolgsstory. Demnächst werde i-Mode auch in Spanien angeboten.

Neben zwei neuen i-Mode-Telefonen aus Japan sollen vor allem zwei europäische Handys die Akzeptanz von i-Mode in Deutschland erhöhen. Im April will E-Plus das Nokia 3650 in die Läden bringen, im Juni soll das S55 von Siemens folgen. "Das wird erheblich zum Erfolg von i-Mode in Europa beitragen", sagte Bergheim. Außerdem biete E-Plus nun ein Tarifsystem an, bei dem i-Mode-Anwender einen besseren Überblick über die anfallenden Kosten hätten.

Beim Ausbau des Mobilfunknetzes der dritten Generation (UMTS) sieht sich E-Plus voll im Plan. Bei den laufenden UMTS-Tests seien aber noch erhebliche technische Probleme beim Zusammenspiel von Netzwerk-Infrastruktur und den jeweiligen UMTS-Handys aufgetreten, die bis zum Start des Dienstes Ende 2003 gelösten sein müssten. Die E-Plus-Muttergesellschaft KPN investiert bis Ende 2005 1,4 Milliarden Euro in den UMTS-Netzaufbau, davon 1,1 Milliarden Euro in Deutschland. Die Gespräche über eine mögliche Übernahme von Technik und Standorten von MobilCom befänden sich in einer entscheidenden Phase. "In rund zehn Tagen wird eine Entscheidung fallen."

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