Neue Kämpfe in Tschetschenien
239 Ex-Geiseln aus Kliniken entlassen

Zwei Tage nach der blutigen Beendigung der Geiselnahme in Moskau sind weitere 239 von zuletzt knapp 650 befreiten und in ärztlicher Behandlung befindlichen Geiseln aus Krankenhäusern entlassen worden. Das meldete die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden.

HB/dpa MOSKAU. 45 Opfer schwebten noch immer in Lebensgefahr. Sie litten an den Folgen des Einsatzes von Betäubungsgas zur Überwältigung der tschetschenischen Terroristen. Landesweit wurde mit einer Staatstrauer der 117 getöteten Geiseln gedacht.

Bei neuen Kämpfen in der von Russland abtrünnigen Teilrepublik Tschetschenien starben nach Armee-Angaben bis zu 30 Rebellen. Die russische Führung hatte angekündigt, in Tschetschenien nach Komplizen der Geiselnehmer von Moskau zu suchen.

Die Einwohner der russische Hauptstadt zeigten sich weiterhin von den Ereignissen der vergangenen Tage schockiert. Vor dem von der Polizei gestürmten Musical-Theater legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Weiterhin unklar blieb die Zusammensetzung des Betäubungsgases, an dessen Folgen fast alle der 117 Geiseln gestorben waren. Die behandelnden Ärzte seien nicht über die Beschaffenheit des Gases informiert worden, schrieben russische Zeitungen am Montag.

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