Neue Konzernstruktur
Salzgitter will Dillinger Hütte mehrheitlich übernehmen

Reuters MÜNCHEN. Die Salzgitter AG will so schnell wie möglich die Dillinger Hütte mehrheitlich übernehmen. Der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten Stahlkonzerns, Wolfgang Leese, sagte in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Innerhalb der nächsten zwei Wochen werde ich mit dem Vorstand der Dillinger Hütte reden, damit jetzt Fleisch an die Knochen kommt". Gegenüber dem Chef des französischen Stahlkonzerns Usinor, Francis Mer, habe er bereits Interesse an dessen 50-Prozent-Anteil an dem Grobblechhersteller signalisiert. Zur Aktionärsstruktur bei Salzgitter mit dem Land Niedersachsen und der NordLB als größten Aktionären sagte Leese: "Der Landesanteil ist ein wichtiges Bollwerk gegen feindliche Übernahmen. Ich hoffe, dass sich im Zuge unserer wirtschaftlichen Entwicklung die NordLB von ihrer Beteiligung trennt und wir eine differenzierte Aktionärsstruktur ohne weitere große Pakete bekommen". Der Aufsichtsrat der Salzgitter AG hat am Donnerstag der Umwandlung in eine Holding mit eigenständigen Töchtern zugestimmt. In der neuen Management-Holding werden fünf selbstständige Töchter gebildet. Die Tochtergesellschaften für die Stahlproduktion, das Handelsgeschäft und die erst kürzlich erworbene Mannesmannröhren-Werke AG sind zudem im sechsköpfigen Holding-Vorstand vertreten. Die neue Konzernstruktur muss noch von der Hauptversammlung im Mai nächsten Jahres gebilligt werden.

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