Neue Kräfteverhältnisse
Europäische Stahlkonzerne revidieren Übereinkommen

Die drei europäischen Stahlhersteller Usinor (Frankreich), Arbed (Luxemburg) und Aceralia (Spanien) haben ihr Übereinkommen über eine Fusion zum weltweit größten Konzern der Branche revidiert.

dpa MADRID. Wie am Mittwoch aus Unternehmenskreisen in Madrid verlautete, verständigten sich die Konzerne darauf, die künftigen Kräfteverhältnisse in dem Zusammenschluss zu verändern. Die EU- Kommission wollte am Mittwoch ihre Entscheidung über die Fusion bekannt geben.

Damit dürften Aceralia und Arbed in dem gemeinsamen Unternehmen ein stärkeres Gewicht erhalten, als in der Fusionsvereinbarung im Februar dieses Jahres beschlossen worden war. Beide Unternehmen hatten größere Kapitalanteile verlangt, weil sie nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr eine höhere Rentabilität erzielten als die französische Usinor. Die Revision der Fusionsvereinbarungen sollte aber den Zusammenschluss der drei Konzerne zu dem neuen Unternehmen Newco nicht in Frage stellen.

Einzelheiten über die künftige Kräfteverteilung wurden nicht mitgeteilt. Nach dem ursprünglichen Fusionsübereinkommen sollten die früheren Usinor-Aktionäre an dem Gemeinschaftskonzern einen Anteil von etwa 56,5 % des Gesamtkapitals erhalten, die Ex-Aktionäre von Arbed 23,4 und die von Aceralia 20,1 %.

Die drei Unternehmen wollen mit ihrer Fusion den größten Stahlkonzern der Welt bilden. Newco wird mit einer Jahresproduktion von rund 44 Mill. Tonnen (Jahr 2000), einem Umsatz von 30 Mrd. Euro (58,8 Mrd. DM) und mehr als 110 000 Mitarbeitern auf vier Kontinenten weit vor den bisherigen Weltmarktführern Nippon Steel (Japan) und Posco (Südkorea) rangieren.

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