Neue Kriegsangst: Botschaft von Bin Laden belastet Wall Street

Neue Kriegsangst
Botschaft von Bin Laden belastet Wall Street

Zunächst waren die Anleger auf die Rede vom Chairman der US-Notenbank fixiert. Dieser geht von einem beschleunigtem Wachstum aus - doch erst nach Beendigung des Irak-Konfliktes. Dann machte die Nachricht von einer neuen Botschaft des El Kaida-Chefs Bin Laden die Runde und sorgte für erneute Verunsicherung.

New York (dpa) - Die Kurse an der Wall Street sind am Dienstag gefallen, nachdem der amerikanische Außenminister Colin Powell erneut vor Terrorangriffen gewarnt hatte. Am Abend hatte der arabische Fernsehsender El Dschasira ein Tonband gesendet, auf dem angeglich Osama Bin Laden zu hören ist. Darin ruft der Chef des Terror-Netzwerk El Kaida seine "irakischen Brüder" zum Widerstand auf. Der Dow-Jones-Index für 30 Standardwerte fiel darauhin um 77 Zähler oder 0,97 Prozent auf 7843,11 Punkte und der Sammelindex der Technologiebörse NASDAQ gab um 1,17 Zähler oder 0,09 Prozent auf 1295,51 Punkte nach. Der breitere Standard & Poor's 500-Index verlor 6,76 Zähler oder 0,81 Prozent auf 829,21 Punkte.

Mit am stärkten verloren Citigroup, die 2,55 Prozent auf 32,05 Dollar nachgaben. Auch Microsoft verloren um knapp 2 Prozent auf 46,44 Dollar.

Powell sagte vor dem Senat, dass die Tonband-Erklärung eine Verbindung zwischen der El-Kaida und dem Irak herstelle. Vor Powells Aussage hatten die Kurse fester tendiert. Händlern zufolge habe Notenbankchef Alan Greenspan für bessere Stimmung gesorgt. Greenspan sagte vor dem Senat, er rechne nach der Beilegung des Irak-Konflikts mit einem beschleunigtem Wachstum

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"Die Investoren sind auf alles fixiert, was den Irak und Osama bin Laden betrifft", sagte Robert Christian, ein Anlagestratege bei Wilmington Trust.

Die Feinunze Gold verbilligte sich um 1,10 Dollar auf 363,00 Dollar. Im Devisenhandel stieg der Kurs des Euro zum Dollar auf 1,0734 (1,0718) Dollar.2002.

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