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Neue Lebenszeichen aus dem amerikanischen Einzelhandel

Die Wall Street lebt. Aber einen Tag vor der Notenbanksitzung verläuft der Handel erwartungsgemäß schleppend. Dabei können sich die Märkte in den Mittagsstunden im grünen Bereich halten. Kleiner Wermutstropfen aus deutscher Sicht: der Dollar verbucht gegenüber dem Euro den größten Gewinn seit sechs Wochen. Die amerikanische Währung war in diesem Zeitraum um fast zehn Prozent gefallen.

Beim Dow Jones Index gehören Pharmatitel zu den Stützen. Einzelhandelswerte stehen ebenfalls auf der Gewinnerseite. Die Baumarktkette Lowe´s hat die Zielvorgaben um einen Penny pro Aktie übertroffen. Das Spielzeugunternehmen Toys R Us legt nach Quartalszahlen ebenfalls zu. Toys R Us hat zwar einen Verlust ausgewiesen, allerdings hatte das Unternehmen auch einen Großteil der Filialen renoviert, und genau das sollte nach Überlegung der Analysten die Kunden jetzt auch wieder in die Läden locken. Am Dienstag werden noch weitere Ergebnismeldungen im Einzelhandelssektor folgen. Zu den Nachzüglern gehören Staples, Saks und Target.

Thema des Tages ist aber das morgige "fed meeting". An der Wall Street geht die Mehrheit der Broker davon aus, dass die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt werden, aber auch ein halber Prozentpunkt wäre keine komplette Überraschung. Fast noch wichtiger als die Zinsentscheidung wird die Botschaft zwischen den Zeilen sein: Ob weitere Senkungen drin sind, und wie Alan Greenspan den Gesundheitszustand der US-Konjunktur beschreibt.

Auf der Verliererseite stehen unter anderem die Automobilkonzerne. Analysten raten Ford-Aktionären zur Vorsicht. Sinkende Marktanteile und niedrigere Margen im einst besonders profitablen LKW-Bereich stimmen die Experten skeptisch.

An der Nasdaq gerät At Home unter die Räder. Der größte amerikanische Internet-Anbieter im TV-Netz kann wahrscheinlich den Anforderungen der US-Technologiebörse Nasdaq nicht gerecht werden. Bis 31. Dezember dieses Jahres braucht die kalifornische Firma, die unter anderem die Internet-Suchmaschine Excite.com unterhält, mindestens 75 Millionen Dollar, um den Cash-Flow zu erhalten. Die Aktie verliert zum Wochenauftakt rund 40 Prozent an Wert.

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