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Neue Methode zur Korrektur von Ohrfehlbildungen

München (dpa) - Menschen mit angeborenen Ohrfehlbildungen können sich in München nach einer neuen Methode operieren lassen.

München (dpa) - Menschen mit angeborenen Ohrfehlbildungen können sich in München nach einer neuen Methode operieren lassen.

Bei diesem bundesweit bisher einmaligem Verfahren würden die fehlenden Anteile des Ohrmuschelgerüstes statt wie bisher aus körpereigenem Rippenknorpel nun aus porösem Polyethylen-Material ergänzt, teilte das Münchner Universitätsklinikum Großhadern am Donnerstag mit. In der dortigen Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde würden Ohrmuschelrekonstruktionen seit etwa einem Jahr nach der neuen Methode vorgenommen.

«Poröses Polyethylen hat eine gute Biokompatibilität und erlaubt durch die Porosität das rasche Einwachsen von umgebenden körpereigenem Gewebe», erklärte Prof. Alexander Berghaus. Ein großer Vorteil sei auch, dass in der Regel nur eine Operation nötig sei. In Deutschland gibt es den Angaben zufolge je 2000 Geburten eine Ohrfehlbildung. Die Fehlbildung sei meist einseitig und komme bei männlichen Patienten häufiger vor als bei weiblichen, berichteten Berghaus und sein Oberarzt Andreas Neumann. Die neue Methode soll eingehend beim Internationalen Kongress für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie des Ohres und der Nase vorgestellt werden, der vom 21. bis zum 25. Juni im Klinikum Großhadern stattfindet.

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