Neue Modelle in der Pipeline
Mitsubishi Motors schreibt schwarze Zahlen

Der japanische Daimler-Chrysler Partner Mitsubishi Motors hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie der viertgrößte Autokonzern Nippons am Dienstag mitteilte, wurde zum Bilanzstichtag 30. September ein konsolidierter Nettogewinn von 6,6 Mrd. Yen (54,5 Mio Euro) erwirtschaftet nach einem Vorjahresverlust von 31,5 Mrd. Yen.

HB/dpa TOKIO. Die Umsetzung des im Jahre 2001 gestarteten Sanierungsplans "Turnaround" mache beständig Fortschritte und man sei auf Kurs, die für das noch bis 31. März 2003 laufende Geschäftsjahr gesetzten Ziele zu erreichen, sagte Mitsubishi-Präsident Rolf Eckrodt. Die für das Gesamtjahr gesteckten Kosteneinsparungsziele dürften sogar noch übertroffen werden. Die Ausgliederung des Nutzfahrzeugbereichs werde sowohl das Pkw- wie auch das Bus- und Lkw-Geschäft stärken, hieß es.

Fürs Gesamtjahr erwartet Mitsubishi weiterhin einen Nettogewinn von 38 Mrd. Yen und einen Umsatz von 3,4 Billionen Yen. Die verzinsten Schulden sollen zugleich auf 1,0 (Vorjahr: 1,3) Billionen Yen und damit deutlicher als bisher veranschlagt gesenkt werden, hieß es. Eine Dividende will der zu 37,3 % zu DaimlerChrysler gehörende Autobauer jedoch nicht zahlen. Mitsubishis Aktie fiel in Tokio um 0,4 % auf 230 Yen. Um wieder profitabel zu werden, streicht der Autobauer Arbeitsplätze und senkt die Materialkosten.

Eckrodt kündigte für den Zeitraum zwischen 2002 und 2007 für den europäischen Markt 14 und für Japan 15 neue Modelle an. Für Nordamerika sind 12 und in Asien und anderen Teilen der Welt weitere 12 neue Modelle geplant. Mitsubishi kehrte in der ersten Jahreshälfte auf dem heimischen Markt dank Kostensenkungen und verstärkten Exporten vor allem nach Nordamerika in die Gewinnzone zurück und verbuchte einen operativen Ertrag von 1,7 Mrd. Yen nach einem Verlust von 9,5 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum. In Europa reduzierte Mitsubishi Motors seinen Verlust auf 6,1 Mrd. Yen und will dort im kommenden Jahr wieder die Gewinnschwelle erreichen.

Das Unternehmen verbessere zwar durch Kostensenkungen seine Finanzen, doch müsse erst noch abgewartet werden, ob es durch höhere Autoverkäufe auch wirklich stark wird, sagte ein Analyst der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Mitsubishi basiert seine Prognose für das laufende Gesamtjahr auf einen Wechselkurs von 121 Yen zum $ und 114 Yen zum Euro. In der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahres steigerte Mitsubishi den Umsatz um 5,6 % auf 1,6 Billionen Yen.

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