Neue Modelle kommen jedoch teuer
SUVs lassen Augen der BMW-Manager glänzen

Sortliche Geländeautos - sogenannte SUV - sollen zukünftig einen großen Beitrag zum Erfolg des Münchener Autobauers BMW leisten. So präsentieren die Bayern auf der IAA bereits den kleinen Bruder des hauseigenen geländewagens X5. Investitionen in neue Modelle wie den Nachfolger des wichtigen 5er kommen BMW aber offenbar teurer als gedacht.

HB FRANKFURT. Das Ergebnis 2003 werde eher am unteren Ende der bisherigen Erwartungen liegen, sagte Finanzvorstand Stefan Krause am Dienstag der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt.

Insgesamt BMW gehe dennoch weiter davon aus, im Gesamtjahr das Ergebnis des Vorjahres erreichen zu können. Der Absatz der beiden wichtigsten Konzernmarken BMW und Mini werde dieses Jahr in jedem Fall ein neues Rekordniveau erreichen. Der Konzern hatte im August mit dem Anlaufen des neuen 5er erstmals in diesem Jahr ein Absatzplus melden können.

Für das Jahr 2004 äußerte sich Krause optimistisch: Wir sehen das kommende Jahr positiv. Bislang hatte BMW eine Prognose für 2004 stets mit Hinweis auf die unsichere Konjunktur der Automobilbranche abgelehnt. Der Konzern hatte jedoch wiederholt angekündigt, nach einer Stagnation in diesem Jahr 2004 die Früchte der Investitionen für neue Modelle ernten zu wollen.

Die wegen der neuen Modelle erhöhte Investitionsquote werde wieder aus das Normalmaß von rund 8 % des Umsatzes zurückgehen, sagte Krause. Die begonnene Modelloffensive, zu der neben dem auf der IAA vorgestellten neuen 6er Coupe, dem kleineren Geländewagen X3 und der Neuauflage des 5er auch der neue 1er zählt, werde aber kein Strohfeuer bleiben.

"Wir machen da weiter. Unsere Kapazitäten in den Fabriken sind bereits jetzt darauf ausgelegt, dass noch weitere Modellreihen ohne Problemen machbar sind", sagte Krause. BMW hatte zuvor angekündigt, zusätzlich zu den bestehenden zehn Modellreihen der drei Konzernmarken BMW, Mini und Rolls Royce noch weitere Nischen besetzen zu wollen. Es ist absehbar, dass BMW bald zehn Modellreihen plus x anbieten wird.

Der Weltmarkt für hochpreisige Fahrzeuge im Premiumsegment sei auch für weitere Modelle aufnahmefähig. Vor allem in China, wo BMW im kommenden Jahr rund 30 000 Fahrzeuge absetzen will, werde schnell Geld verdient. "Der Markt dort wächst rasant und die Margen sind noch gut", betonte Krause.

Verdoppelung des Premium-SUV-Marktes bis 2015 erwartet

Der Münchener Autobauer erwartet einen ungebrochenen Boom auf dem Markt für sportliche Geländewagen im hochpreisigen Segment.

"Konkret gehen wir bei Premium Sports Utility Vehicles (SUV) von einer Verdoppelung des Marktvolumens bis 2015 aus", sagte BMW-Chef Helmut Panke in Frankfurt. Und BMW wolle mit seinem SUV-Modell X5 und dem neuen, etwas kleineren X3, den Panke auf der IAA präsentierte, an diesem Wachstum überdurchschnittlich teilhaben.

Als "SUV" werden sportliche Geländeautos bezeichnet, die sich insbesondere in den USA einer großen Beliebtheit erfreuen. Auch die deutschen Automobilhersteller haben diesen Trend erkannt und bieten verstärkt solche Wagen an. "Die Aussichten für einen anhaltenden Erfolg des X5 sind gut", sagte Panke anlässlich der Vorstellung einer überarbeiteten Variante des X5. Seit seiner Markteinführung habe BMW vom X5 220 000 Modelle weltweit verkauft, allein vergangenes Jahr seien es 100 000 gewesen. Zu den Absatzzielen für den neuen X3, der Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommt, äußerte sich Panke auch auf Nachfrage nicht konkret.

BMW setzt generell große Hoffnungen auf das so genannte Premiumsegment und will etwa mit der neuen Version seiner 5er-Baureihe den Verkaufsrekord von 1,45 Mill. Stück des Vorgängermodells schlagen. BMW rechne in den kommenden zwölf Jahren mit einem Wachstum im Premium-Automobilmarkt von 52 %. Panke stellte am Dienstag auch das neue Sport-Coupe der 6er-Baureihe vor. Im Gesamtjahr 2003 will das Unternehmen nach früheren Angaben den Absatz des Vorjahres von 1,06 Mill. Fahrzeugen übertreffen.

BMW erhöht für Mini Absatzprognose

Ansonsten sieht BMW die erfolgreiche Neuauflage des Kultautos Mini weiter auf der Überholspur. Der Konzern werde in diesem Jahr 165 000 Minis absetzen, 15 000 mehr als bisher geplant, sagte Vertriebsvorstand Michael Ganal am Dienstag auf der IAA in Frankfurt. "Die Botschaft lautet: Der Mini-Absatz wächst auch in diesem Jahr zweistellig", sagte er. 2002 waren 144 000 Minis abgesetzt worden. Der für 2003 angepeilte Absatz würde damit ein Plus von knapp 15 % bedeuten.

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