Neue Partner in "Star Alliance"
Lufthansa nimmt China ins Visier

Die Lufthansa will auf den chinesischen Markt vordringen und setzt sich für die Aufnahme ihres Kooperationspartners Air China ins Luftfahrtbündnis "Star Alliance" ein.

dpa SCHANGHAI. Ungeachtet des Absturzes einer Air-China-Maschine im April betonte Lufthansa-Chef Jürgen Weber das Vertrauen in die chinesische Fluggesellschaft.

Die bisher 14 Partner der "Star Alliance" um die Lufthansa nahmen am Samstag in Schanghai neu die südkoreanische Asiana Airlines, die polnische LOT sowie die spanische Spanair auf. Sie sollen binnen sechs bis zwölf Monaten vollständig integriert werden.

Die Lufthansa wolle mit regionalen Partnern auch den chinesischen Binnenmarkt erschließen, betonte Weber in einem dpa-Gespräch. Noch sei China aber ein "weißer Fleck". "Wir brauchen dringend erweiterte Verkehrsrechte, die wir nicht als Lufthansa besorgen können, sondern die die Regierungen von Deutschland und China miteinander aushandeln müssen." Der Markt sehe derzeit "sehr gut" aus.

Derzeit versuche die Lufthansa, die Dragon Air in Hongkong sowie die Shanghai Airlines als regionale Partner für Anschlussflüge in chinesische Städte zu gewinnen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir innerhalb der nächsten Monate zu konkreten Ergebnissen kommen", sagte der Lufthansa-Chef. Ganz Asien sei "eines der Wachstumsgebiete der Zukunft."

Mit Air China hat die Lufthansa ein Kooperationsabkommen und betreibt in Peking eine gemeinsame technische Wartung. Beim ersten Unglück der Fluggesellschaft im April in Südkorea hatten 38 von 166 Passagieren überlebt. Was die Sicherheitsstandards angehe, gebe es keine Hinderungsgründe für einen Eintritt in die "Star Alliance", bekräftigte Weber. Ein Problem sei aber die Informationstechnologie, bei der Air China noch den Anschluss finden müsse. Über eine Aufnahme müssten alle Mitglieder entscheiden, betonte der Lufthansa-Chef.

"Ende des Jahrzehnts wird die Lufthansa vier Mal täglich von Deutschland aus nach Peking oder Schanghai fliegen", sagte Weber voraus. Die seit März drei Mal wöchentlich beflogene Strecke zwischen München und Schanghai sei mit einer Auslastung von 88 Prozent bereits voll.

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