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Neue Produkte: Handys müssen immer mehr können

ddp MÜNCHEN. Noch bevor die neuen Mobilfunk-Standards mit ihren schnelleren Übertragungsraten funktionieren, bieten die Hersteller von Mobiltelefonen immer neue Funktionen. Die Palette reicht vom integrierten MP3-Player über Terminverwaltungen bis zur Chatfunktion über SMS (Short Message Service). Auf der Systems in München stellen Nokia, Ericsson und Siemens die neuen Geräte vor.

Das SL45 bezeichnet Siemens als "Luxusversion seiner Mobilfunkreihe". Als besondere Funktionen bietet das 88 Gramm leichte Telefon einen MP3-Player und einen austauschbaren 32-Megabyte-Speicher, der auch als mobiles Speichermedium für Word- und Powerpoint-Dateien dienen soll. Darüber hinaus können Sprachnotizen aufgezeichnet und Termine und E-Mail-Adressen mit Microsoft Outlook synchronisiert werden. Mit dem S40 hat Siemens erstmals auch ein Triple-Band-Handy im Programm, mit dem nicht nur in den europäischen, sondern auch in den asiatischen und amerikanischen Mobilfunknetzen telefoniert werden kann. Beide Telefone sollen in den kommenden zwei Monaten auf den Markt kommen.

Ericsson und Nokia haben neue Feature für Chat-Begeisterte entwickelt. Das Nokia 3310 bietet die Möglichkeit, per SMS zu chatten. Im Unterschied zum herkömmlichen Senden und Empfangen von Kurznachrichten, bei dem immer nur eine einzelne Textnachricht angezeigt werden kann, bildet das Nokia-Telefon den gesamten Verlauf eines Chats ab. Auch das Ericsson T20s bietet eine Chatfunktion. Allerdings bedient sich Ericsson dabei der WAP-Technologie (Wireless Application Protocol). Der Nutzer kann auf diese Weise mit einem anderen WAP-Teilnehmer und auch über E-Mail chatten. Über die Swatch Internet Time, eine von Zeitzonen unabhängige Zeitdarstellung, ist es möglich, sich zum Chatten zu verabreden.

Nach Ericsson stellt auch Nokia mit dem 6250 ein Handy für den Einsatz unter widrigen Bedingungen vor. Das Handy hat eine stoß- und wasserfeste Schale. Das Dualbandhandy verfügt über einen WAP-Browser, mit dem auf den Firmenserver und das Internet zugegriffen werden kann.

Mit dem R529m gibt Ericsson einen ersten Ausblick auf die kommende Mobilfunkgeneration. Das Handy ist bereits für den kommenden Mobilfunkstandard GPRS (General Packet Radio Services) ausgerüstet. Darüber hinaus verfügt es über eine Bluetooth- und eine Infrarotschnittstelle.

Ebenso bei Ericcson können Messebesucher auf der Systems erste Design-Studien für UMTS-Endgeräte sehen. Doch wie diese Geräte 2002 letztlich aussehen werden, das sei noch lange nicht sicher, sagt ein Ericsson-Mitarbeiter. Klar sei, dass sie noch mehr können werden. Es werde Handys mit einer eingebauten Digitalkamera geben, um statt Kurznachrichten gleich die Urlaubsfotos an die Familie zu Hause zu schicken.

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