Neue Programme
SAP setzt auf Software für den Mittelstand

Sechs Monate nach der Ankündigung einer Initiative für den Mittelstand hat SAP die fertige Software für kleinere und mittlere Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der neuen Produktlinie "Business One" und anderen Innovationen sei die SAP trotz der schlechten Konjunktur besser aufgestellt als jemals in der Geschichte des Unternehmens, sagte SAP - Co-Vorstandschef Hasso Plattner am Donnerstag auf der Firmenmesse Sapphire in Lissabon.

dpa LISSABON. SAP steht mit "Business One" im direkten Wettbewerb zu Microsoft. Der weltgrößte Softwarekonzern hatte in den vergangenen Monaten zwei Softwarehäuser, Great Plains und Navision, übernommen und damit den Markt von SAP betreten.

Mit "Business One" für Firmen mit mehr als zehn Beschäftigten und "All-in-One" für größere Mittelstandsunternehmen oder kleinere Konzerntöchter versucht SAP, seine Abhängigkeit von den Großkonzernen verringern. Bislang stammt ein Großteil der 17 500 SAP-Kunden aus diesem Segment. "Der Mittelstand soll künftig rund ein Fünftel zu unserem Umsatz beitragen", sagte SAP-Vorstand Gerhard Oswald der dpa. Für die SAP-Mittelstandssoftware wurden bislang 250 Vertriebspartner gefunden, darunter Hewlett-Packard.

Zu Gerüchten um künftige Gewinn- und Umsatzwarnungen wollte die SAP-Führung nicht konkret eingehen. Plattner betonte, er könne nicht vorhersagen, wie sich die Wirtschaft und insbesondere die IT-Branche in der Zukunft entwickle, da zu viele externe Faktoren wie ein möglicher Irak-Konflikt die wirtschaftliche Lage beeinflussten. "Es nutzt dem kranken Patienten aber auch nicht, wenn ständig nachgefragt wird, wie es ihm denn geht." Er könne nur sagen, dass die SAP AG im Vergleich zu den Wettbewerbern hervorragend aufgestellt sei und derzeit Marktanteile gewinne.

Europas größtes Softwarehaus kündigte in der portugiesischen Hauptstadt an, die Partnerschaft mit DaimlerChrysler auszuweiten. Der Automobilhersteller, der bereits mehrere SAP-Lösungen einsetzt, wählte SAP als strategischen Lieferanten für Informationstechnologie aus. So soll beispielsweise ein neues SAP-System für die asiatische DaimlerChrysler-Handelsorganisation sowie zum Managen von Dienstreisen für rund 60 000 Mitarbeiter eingesetzt werden.

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