Neue Qualität in der Kompaktklasse
Peugeot macht dem Golf das Leben schwer

Nach wie vor rangiert der VW Golf in der Kompaktklasse an der Spitze der Popularitätsskala. Doch wie lange noch? Immerhin hat der Bestseller aus Wolfsburg mittlerweile fast fünf Jahre auf dem Buckel. Und bis zur Ablösung werden es noch einmal knapp zwei Jahre sein.

pha HB PARIS. In der Zwischenzeit aber schläft die Konkurrenz weniger denn je. Mit alternativen Konzepten und auffallend gelungenen Karosserielinien macht sie dem Golf das Leben schwer. Als einer der erfolgreichsten Verfolger hat sich das Kompaktmodell 307 von Peugeot bereits bestens etabliert. Mit 14 cm mehr Länge (4,29 m), insbesondere aber 7 cm mehr Höhe (1,50 m), überragt der Franzose den Deutschen beträchtlich. Dieser Größenzuwachs schlägt sich in spürbarem Zugewinn an Innenraum nieder. Auch die motorischen Qualitäten des französischen Golf-Nebenbuhlers können sich sehen lassen. Ob nun mit Benzin oder Diesel betrieben, die Vierzylinder sind erfreulich laufruhig und sparsam. Kritisch anzumerken bliebe allenfalls, dass es allen Aggregaten des Peugeot 307 etwas an Durchzugskraft mangelt.

Bisher wurden zwei Karosserie-Varianten angeboten - mit drei oder fünf Türen sowie Schrägheck. Auf der AMI genannten Autoausstellung in Leipzig (13. bis 21. April) wird nun zusätzlich eine ganz neue Version von Kombi vorgestellt. Als dritte Karosserievariante bietet Peugeot mit dem 307 SW ("Station Wagon") als erster Anbieter in dieser Klasse einen Kombi an, der mit bis zu sieben Sitzplätzen aufwarten kann. Die beiden zusätzlichen Plätze kosten allerdings 520 Euro Aufpreis, die sich zum Grundpreis von 18 650 Euro für das auch formal ansprechend gestaltete Hochdachmodell aus Frankreich (1,6 l Motor, 109 PS) addieren.

Der Peugeot 307 SW ist von einer hohen Variabilität gekennzeichnet. Wer den SW ohne die zusätzliche dritte Sitzreihe bestellt, hat sogar noch mehr Variationsfreiheit. Er kann die Sitze aus der mittleren Reihe auch in der letzten Reihe montieren. Einzeln umklappen lassen sich ohnehin alle Lehnen der hinteren Sitze.

Die außer dem 1,6-l-Basistriebwerk angebotenen Motoren - ein Benziner mit 136 PS sowie zwei Diesel (90 und 107 PS) - stammen vom Basismodell. Eine Klimaanlage und, als besonderes Highlight, ein 1,33 qm großes Glasdach gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Gegenüber der Schräghecklimousine ist der SW um nochmals 22 cm in der Länge gewachsen, der Radstand legte um 10 cm zu.

Mit diesem Auto unterstreicht Peugeot seinen Anspruch, in der Kompaktklasse nicht nur Mittelklasseformat zu offerieren, sondern in Gestalt des 307 SW eine optisch gelungene Alternative zu den auch in diesem Segment boomenden Minivans anbieten zu können. Offen bleibt dabei, ob es den Franzosen gelingen wird, gleich ein Fahrzeugsegment neu zu definieren.

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